Moderne Verwaltung fördert die Wirtschaft
Ein funktionierendes Grundbuchwesen ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche wirtschaftliche Tätigkeit. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) fördert daher gemeinsam mit der Schwedischen Entwicklungsagentur (SIDA) und der deutschen Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit (GTZ) die Modernisierung des bosnisch-herzegowinischen Grundbuchwesens. Neben der Anschaffung von Hard- und Software und der Entwicklung von EDV-gestützten Datenbanken werden Gerichtsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter geschult.
Grundbuch: Basis für Investitionen
Mobile Teams sind im ganzen Land unterwegs, um die Daten des noch aus der k.u.k. Monarchie stammenden Grundbuchs in einem modernen EDV-System zu erheben. Mit großem Erfolg: Ist eine Liegenschaft digital erfasst, so kann ein Antrag im Idealfall bereits innerhalb von zwei Tagen bearbeitet sein. "Bisher galt es, erst die entsprechenden Bücher zu suchen, die richtigen Seiten zu finden und dann händisch abzuschreiben. Bis zu drei Jahre vergingen bis zu einer rechtsgültigen Eintragung im Grundbuch. Der Unmut war dementsprechend groß", erzählt Nedim Cosic, Rechtspfleger im Grundbuchamt Sarajevo, aus seinem Arbeitsalltag. Im Grundbuch eingetragene Eigentumsrechte geben kleinen Haus- und WohnungsbesitzerInnen mehr Sicherheit, erleichtern Investitionen und fördern so die Entwicklung der Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina. Bereits in einigen Gerichten ist der Zugang zu den Grundbuchdaten via Internet möglich.
Positives Ergebnis der Reform des Justizsektors ist die gute Zusammenarbeit zwischen den Notaren und dem Grundbuch- bzw. Katastersektor des Landes.
Projektpartner der OEZA: Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Schwedische Entwicklungsagentur (SIDA), Justizministerien, Gerichte und Vermessungsbehörden in Bosnien und Herzegowina








