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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


"Chiwetero" heißt Hoffnung

"Es hat uns dabei geholfen, die Angst vor AIDS zu verringern - früher haben wir geglaubt, dass es nach einer Infektion nur noch den Tod gibt. Heute wissen wir, dass AIDS eine Krankheit ist, mit der man leben kann", erzählt ein Betroffener über das Chiwetro Projekt, welches durch seine Aktivitäten Jugendliche, schwangere Frauen und Mütter mit Kleinkindern sowie HIV-Positive und AIDS-Kranke, die zu Hause betreut werden, unterstützt.

 

Ein Zentrum für Betroffene

Frauen vor dem Zentrum für freiwillige Tests und Beratung.
© by: ADA/Schmid

Im Zentrum bekommen die Menschen Beratung und medizinische Unterstützung.

Mosambik gehört nicht nur zu den ärmsten zehn Ländern der Welt, es weist auch eine der weltweit höchsten HIV/AIDS-Raten auf. Im Distrikt Machanga der Provinz Sofala, einem der ärmsten Gebiete des Landes, haben die Menschen auf Grund mangelnder medizinscher Versorgung besonders mit den Folgen der Krankheit zu kämpfen. Daher wurde im Zuge des Chiwetero Projekts dort ein Zentrum für freiwillige Tests und Beratung errichtet. World Vision Österreich war für die Umsetzung dieses Projektes zuständig. Gefördert wurde es von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA).

 

Umfassende Leistungen

Männer auf Fahrrad Ambulanzen im Machanga Distrikt.
© by: World Vision Austria

Die Gemeinden des Machanga Distrikts wurden mit 10 Fahrrad-Ambulanzen ausgestattet.

Im Zentrum haben Menschen die Möglichkeit, sich freiwillig und anonym auf ihren HIV-Status testen zu lassen und bekommen bei positivem Testergebnis medizinische Unterstützung. Durch verschiedene Mobilisierungskampagnen zu Projektbeginn gelang es, sehr viele Menschen in das Zentrum einzubinden.


Starkes Interesse fand das Programm zur Verhinderung von Mutter zu Kind Übertragung. Schwangeren Frauen wurde dort beigebracht, wie sie eine Ansteckung ihrer Babys mit dem HIV-Virus verhindern können. Weiters wurden für die Betreuung von HIV/AIDS-Kranken zu Hause 10 Personen ausgebildet und 10 Fahrrad-Ambulanzen für die Gemeinden des Machanga Distrikts zur Verfügung gestellt.

 

Positiver Umgang mit der Krankheit

Menschen beim Positiv-Leben-Kurs.
© by: ADA/Schmid

Positiv-Leben-Kurse vermitteln eine positive Gestaltung des Lebens trotz HIV/AIDS.

Neben der medizinischen Versorgung waren Positiv-Leben-Kurse, in denen Betroffene lernten, wie sie ihr Leben trotz Infektion positiv gestalten können, ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Auch bekamen die TeilnehmerInnen Rat in Hinblick auf adäquate Ernährung und Behandlungs­formen. Verschiedenste Aufklärungskampagnen mit Fokus auf Aidsprävention, Behandlungsmöglichkeiten und andere wichtige Gesundheitsthematiken haben dazu beigetragen, eine offene Diskussion über HIV/AIDS zu führen. Dies ist vor allem in Hinblick auf die existierende Diskriminierung und Stigmatisierung von Erkrankten ein bedeutender Beitrag für ein besseres Zusammenleben innerhalb der Community.

Da Nachhaltigkeit einen zentralen Aspekt für alle Projektbeteiligten darstellt, ist es besonders erfreulich, dass das Zentrum nach Projektabschluss von der Bezirksgesundheitsbehörde weiterführt wird.

 

Weitere Informationen: