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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Fußball als Chance in Kolumbien!

Ein Fußball-Projekt in Kolumbien holt Kinder und Jugendliche von der Straße. Sie erfahren Anerkennung und Bestätigung und entscheiden sich so gegen Gewalt.


Fußballmannschaft
© by: Austria Santos International

Teamgeist ist wichtig beim Sport.

Kolumbien zählt zu den ärmsten Ländern des lateinamerikanischen Kontinents. Gewalt und Armut prägen nach wie vor den Alltag vieler Menschen. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Besonders der Drogenhandel trägt zur hohen Kriminalitätsrate bei. Einen besonders schlechten Ruf haben in diesem Zusammenhang die beiden Städte Medellin und Cali. Bereits Kinder und Jugendliche werden dort in die Spirale der Gewalt hineingezogen. Als Handlanger und Drogenkuriere sind sie oftmals leichte Beute für die Drogenkartelle.

 

Alternativen entdecken

Fußballübungen
© by: Austria Santos International

Übungen zur Stärkung der Gruppe geben den Kindern Vertrauen und Sicherheit.

Das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützte Projekt "Fußball eine Chance" der Organisation Austria Santos International versucht diese Spirale im Einzugsgebiet von Cali zu durchbrechen. Gezielte Angebote an Kinder und Jugendliche motivieren dazu, der Gewalt abzuschwören. Die Einrichtung einer "sicheren Zone" gewährt Schutz und gibt den TeilnehmerInnen ein im Alltag oft vermisstes Gefühl der Sicherheit. Zahlreiche Jugendliche schaffen durch das sichere Umfeld den Ausstieg aus Banden und erkennen durch die speziell auf Kinder und Jugendliche abgestimmten Aufklärungsangebote die von Gewalt, Alkohol und Drogen ausgehenden Gefahren. Gerade bei den Älteren gelang es Sport als Alternative zu kriminellen Aktivitäten zu etablieren. Da nur Kinder und Jugendliche am Progamm teilnehmen dürfen, die regelmäßig die Schule besuchen oder sich in einer Ausbildung befinden, kehren viele SchulabrecherInnen wieder in die Schule zurück oder bemühen sich um einen Ausbildungsplatz.

 

Kinder lernen Deutsch.
© by: Austria Santos International

Auch Deutsch können die Kinder lernen.

Aufklärungsarbeit wird aber auch in anderen Bereichen betrieben. So wird etwa das Bild der Frau in verschiedenen Ländern und Kontinenten unter die Lupe genommen. Ihr gesellschaftlicher Stellenwert in Europa und Lateinamerika steht dabei genauso auf dem Prüfstand wie ihre Rolle in der Familie. Um andere Kulturen besser verstehen zu können, werden umfangreiche kulturelle Aktivitäten gesetzt. Auch das Erlernen anderer Sprachen soll neue Perspektiven eröffnen und zu einem besseren Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge beitragen.


Im Jahr 2009 nahmen mehr als 150 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren am Programm teil.