Frauen finden einen Ausweg
Eine Frauengruppe verpackt getrocknetes Obst. Die Ladung wird in eine nahe gelegene Schule gebracht, um die Mahlzeit der Kinder aufzubessern. Die Schule befindet sich im Norden der Westbank, einer Region, in der es oft nicht genug zu essen gibt.
Völlig isoliert
Früher konnte die Bevölkerung in den palästinensischen Gebieten gut von der Landwirtschaft leben. Aber ein hoher Sperrwall und häufige Absperrungen der Grenzübergänge aufgrund des palästinensisch-israelischen Konflikts machen den Menschen zu schaffen. Der Handel ist fast völlig zum Erliegen gekommen, Märkte gibt es nur sporadisch. Viele Menschen sind vom Arbeitsplatz oder ihren Feldern abgeschnitten. Folgen der sozialen und wirtschaftlichen Isolation sind Armut und Nahrungsmittelknappheit. Frauen und Kinder sind davon besonders betroffen.
Weg aus der Krise
Hilfe zur Selbsthilfe leistet das Projekt der Frauenorganisation der Vereinten
Nationen (UNIFEM), das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt wird. Im Norden und Süden der Westbank ermöglichte es Frauengruppen, überschüssige landwirtschaftliche Produkte, die nicht mehr vermarktet werden können, weiterzuverarbeiten. Zum Beispiel trocknen die Frauen Früchte, um sie haltbar zu machen. So lassen sich Reserven anlegen, oder das Trockenobst wird von Organisationen gekauft, die sich für die ausreichende und gesunde Ernährung von Schulkindern engagieren. Das Projekt hilft den Frauen, die Ernährung ihrer Familien zu sichern und sich gegenseitig Mut zu machen.








