Mit Bienen verdienen
Von der Landwirtschaft lässt sich in der Himalaya-Region mehr schlecht als recht leben. Zur Aufbesserung des Haushaltseinkommens setzen daher immer mehr Bäuerinnen und Bauern auf den Verkauf von Bienenprodukten.
Exoten versus Einheimische
Wegen höherer Erträge wurde vor Jahren die europäische Honigbiene eingeführt. Einheimische Bienenarten wurden verdrängt und damit auch das traditionelle Wissen der lokalen Bevölkerung. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) geht einen anderen Weg. Über das in Nepal ansässige International Center for Integrated Mountain Development (ICIMOD) unterstützt sie seit 1993 die Erforschung und Förderung der Imkerei mit der einheimischen Biene Apis cerana, die bereits vom Aussterben bedroht war.
Schutz der Vielfalt
Die asiatischen Bienen haben viele Vorteile gegenüber den exotischen europäischen Arten. Sie sind ökologisch besser angepasst und besitzen eine natürliche Resistenz gegenüber verschiedenen Krankheiten und Schädlingen. Auf teure chemische Krankheitsvorsorge kann daher verzichtet werden. Die Apis cerana trägt auch wesentlich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Region bei. Sie fliegt bestimmte Pflanzen an, die von der importierten Honigbiene gemieden werden und daher vom Aussterben bedroht sind.
Das von der OEZA unterstützte Bienenprojekt entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem integrierten Programm, das in allen Ländern der Himalaya-Hindukush-Region umgesetzt wird. Es umfasst Forschungen und die Ausbildung der lokalen Bevölkerung.
Projektpartner
International Center for Integrated Mountain Development (ICIMOD)








