Home Logo Print

Navigation allgemein


Navigation Informationen



ENTWICKLUNG.AT

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Kleines ABC der NRO-Kooperation

Bilder von Armut, von hungrigen Kindern, ausgetrockneten Flüssen und Brunnen berühren, sei es über Fernsehen, Zeitung oder bei einer Reise. Auch die Zahlen sprechen für sich: 1 Milliarde Menschen leben ohne sauberes Trinkwasser; mehr als zweieinhalb mal so vielen fehlt der Zugang zu sanitären Einrichtungen; 77 Millionen Kinder wachsen ohne Schulbildung auf...

Dorf in Burkina Faso.
© by: ADA/Schmid
Bei der Durchführung eines Projektes gibt es viele Details zu beachten.

Entwicklungszusammenarbeit ist wichtig, muss aber auch richtig durchgeführt werden. Bei der Umsetzung eines Projektes gibt es viele Details zu beachten. So ist beispielsweise in einem Schulprojekt die Errichtung des Schulgebäudes nur ein erster Schritt. Danach stellen sich eine Menge weiterer Fragen, die es für den funktionierenden Schulalltag zu lösen gibt.

Um den Erfolg eines Entwicklungsprojektes zu gewährleisten, ist es wichtig, schon im Vorfeld verschiedene Punkte zu bedenken. Das kleine ABC der NRO-Kooperation soll dabei Hilfe leisten:


A - Anliegen: Dieses sollte klar formuliert sein, um an das Ziel zu kommen. Zudem sollte es die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort widerspiegeln.

B - Bereitschaft des Engagements
: Klärung wie viel Zeit zu investieren ist. Dabei ist einerseits die Zeitspanne, andererseits der tägliche bzw. wöchentliche Arbeitsaufwand zu bedenken.


C - Competencies
: Welche Kompetenzen sind für die inhaltliche Arbeit im Projekt erforderlich? Wird spezifisches Know-How in einem Sektor oder auch im Projektmanagement benötigt?

E - Erfahrung
: Auf welche Erfahrung im Bereich des Projekts kann zurückgegriffen werden? Sind Kenntnisse des lokalen Kontexts vorhanden? Dieser ist wesentlich, da Ansätze, die in einem Land oder einer Region wirken, in einem anderen Umfeld unpassend und unbrauchbar sein können.

F - Finanzen
: Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung bzw. können generiert werden? Finanzgeber können Einzelperson, Gruppen und Organisationen sein. Auch Kofinanzierung soll angedacht werden.

L - Lokale Technologie und lokale Güter
: Technologien müssen immer angepasst sein, sodass Geräte und deren Nutzung langfristig ohne teure Ersatzmittel funktionieren. Reparaturen sollten kostengünstig vor Ort durchführbar sein. Der Einkauf von Gütern sollte, soweit möglich, am lokalen bzw. regionalen Markt erfolgen, sodass die Produkte lokal angepasst sind und zudem Wertschöpfung in die Region bringen. Dies trifft auch für "simple" Güter wie Nahrungsmittel, Decken, Kleider etc. zu.

N - Nachhaltigkeit
: Wesentlich ist die Frage nach der Mittel- bis Langzeitwirkung. So ist der Bau einer Schule kurzfristig, der Schulbetrieb langfristig. Kann beispielsweise die Übernahme der Schule durch die öffentliche Hand angedacht werden? Es ist immer der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" zu berücksichtigen.

P - Partner
: Die "richtigen" Partner vor Ort sind für das Gelingen von Projekten zentral. Die Einigung auf gleiche Ziele, Anliegen und Erwartungen ist wesentlich. Zentral sind auch die Verlässlichkeit in der Durchführung und die Nachvollziehbarkeit der Kompetenz- und Mittelverteilung.

S - Spenden
: Wie und für welchen Zeitraum werden diese generiert und wer verwaltet sie? Ihr Einsatz muss nachvollziehbar sein. Möglichkeiten der Kofinanzierung durch die öffentliche Hand sollen angedacht und genutzt werden, dadurch ergibt sich eine Hebelwirkung!

Z - Ziel: Das Ziel ist immer wieder abzufragen. Die Erreichung kann über gutes Monitoring überprüft werden. Oftmals muss auf externe Faktoren, wie Naturkatastrophen, Währungsverfall oder Benzinpreiserhöhung, reagiert werden, woraufhin Aktivitäten oder Ziele angepasst werden müssen. Denn Projekte sind dynamisch. Das Ziel muss es sein, mit den vorhandenen Ressourcen die bestmögliche Wirkung, d.h. Armutsminderung, zu erreichen.

 

Weitere Empfehlungen an NRO:

Zwei Männer arbeiten unter einem Regenschirm auf einem Laptop.
© by: ADA/Todeschini
Die "richtigen" Partner vor Ort sind für das Gelingen von Projekten zentral.
  • Unterstützen Sie Projekte, bei denen schon vor Ort ein Ansatz vorhanden ist. Es ist das Projekt der Menschen vor Ort - leisten Sie Hilfe zur Selbsthilfe auf lokaler Ebene!
  • Klären Sie den Umfang, den Zeitraum und die Komplexität des Projektes gut ab!
  • Arbeiten Sie mit etablierten Organisationen zusammen, die das ABC der guten Projektdurchführung kennen! Prüfen Sie gut, bevor Sie Partner wählen! Hierfür können bisherige Projekte herangezogen und das Vorgehen, die Struktur vor Ort, das Buchhaltungssystem, die Bilanzen und ähnliches betrachtet werden.
  • Machen Sie mehr aus Ihren Mitteln - suchen Sie nach Kofinanzierungsmitteln! Dadurch haben sie für den gleichen Arbeitsaufwand größere Erfolge.

Unterstützung ist notwendig. Aber es ist wichtig, dass diese nicht nur engagiert, sondern auch kompetent durchgeführt wird.

 

Weitere Informationen: