Universitäre Brücken
45.000 Studierende sowie 80 ProfessorInnen der Universität Pristina profitieren von einer Bildungs-Partnerschaft zwischen dem Kosovo und Österreich.
Mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren weist der Kosovo die jüngste Bevölkerung Europas auf. Diese Altersstruktur stellt den kleinen Staat am Westbalkan vor große Herausforderungen: Die Universitäten sind dem Ansturm kaum gewachsen. Die Ausstattung der Hochschulen ist veraltet und in den letzten Jahren sind viele engagierte Professoren ins Ausland abgewandert. Das Bildungsangebot kann die Erwartungen der Studierenden nicht mehr erfüllen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken hat das kosovarische Bildungsministerium (UNMIK; Ministerium für Unterricht, Wissenschaft und Technologie) einen Plan zur Modernisierung des Hochschulsystems festgelegt und baut bei der Umsetzung auf österreichische Unterstützung.
Konkrete Förderungen der Höheren Bildung
Mit dem Ziel die Bildungsreform im Kosovo zu unterstützen, unterzeichnete Staatsekretär Hans Winkler und die damalige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer gemeinsam mit ihren kosovarischen KollegInnen im Juni 2006 die Erklärung zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der Höheren Bildung im Kosovo. Durch dieses "Memorandum of Understanding" stellte die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) 2,4 Millionen Euro für die Modernisierung des Hochschulwesens im Kosovo zur Verfügung. Die Mittel werden unter anderem für den institutionellen Aufbau der Universitätenlandschaft im Kosovo, für personellen Kapazitätenaufbau und –weiterentwicklung an der Universität Pristina und dem kosovarischen Bildungsministerium sowie der Ausstattung der Universitäten nach europäischem Standard verwendet. Die Förderung von sogenannten Twinning Projekten zwischen kosovarischen und österreichischen/europäischen Hochschulinstitutionen und begleitenden Stipendienprogrammen bildet einen weiteren Schwerpunkt der OEZA.
Partnerschaft mit beidseitigem Nutzen
Von dieser Unterstützung profitieren 45.000 kosovarische Studierende. "Die Förderung des Forschungs- und Hochschulbereichs im Kosovo ist die Basis für Österreichs wirtschaftlichen Erfolg in dieser Region. Österreich baut so eine wissenschaftliche, aber auch ökonomisch wichtige Brücke zum Westbalkan auf und kann seine Stellung als einer der größten ausländischen Investoren stärken", betonte Bildungsministerin Gehrer bei Unterzeichnung der Erklärung 2006.
Die einzelnen Maßnahmen stellen einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines gesamteuropäischen Hochschul- und Forschungsraumes in Übereinstimmung mit dem Bologna Prozess dar. Durch die hohe Eigenverantwortlichkeit der lokalen Partner in diesem Projekt und die unterstützende Fachexpertise ist die Langzeitwirkung gesichert.









