Kriterien für Entwicklung
Mit Transparenz und Nachhaltigkeit zu Höherer Bildung
Mit der Unterzeichnung des Bologna Prozesses im Jahr 2003 setzte Bosnien und Herzegowina einen Meilenstein im Bereich der Höheren Bildung: Ein weiterer Schritt zur Angleichung an die festgelegten EU-Standards war getan. "Ich bin sehr beeindruckt von den positiven Fortschritten. Qualitätssicherung der Universitäten in Bosnien und Herzegowina hat oberste Priorität.", so Jordi Curell Gotor, Direktorin des Programms für Lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission, bei einem Studienaufenthalt von Vertretern der bosnischen Agentur für Qualitätssicherung der Höheren Bildung (HEA) 2011 in Brüssel. Die Delegation der HEA bereiste verschiedene Institutionen in Österreich und Belgien, um einen besseren Einblick in die europäischen Standards zu bekommen.
Gemeinsam mehr erreichen
Die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit bemüht sich darum, Bosnien und Herzegowina als Partnerland bei der Umsetzung seiner Ziele zu unterstützen. Mit der Finanzierung eines Projektes zur Qualitätssicherung der Universitätsbildung kam Bosnien und Herzegowina seinem Ziel deutlich näher.
In mehreren Workshops trafen im März 2010 in Banja Luka VertreterInnen verschiedener Ministerien und öffentlicher Bildungseinrichtungen zusammen, um sich mit den Hürden auseinanderzusetzen, die es noch zu bewältigen gilt. Wichtige Maßnahmen mussten auch im soziokulturellen und politisch-ökonomischen Bereich von Bosnien und Herzegowina gesetzt werden, um die Bildungsreform zu verwirklichen: Hilfreiche Tipps erhielten die Teilnehmer-
Innen des Workshops von erfahrenen ausländischen ExpertInnen wie Anke Rigbers aus Deutschland und Todor Krumov Shopov aus Bulgarien.
Internationale Zusammenarbeit und produktive Öffentlichkeitsarbeit
Am Ende des Workshops erstellten alle TeilnehmerInnen gemeinsam ein Dokument, das den detaillierten Projektablauf dokumentiert und fixiert. Das Dokument wurde als Grundlage für zukünftige Akkreditierungsprozesse in Bosnien und Herzegowina verankert.
Neben den erfolgreichen Workshops waren auch Studienaufenthalte Teil des Projekts, bei denen die zukünftige internationale Kooperation gestärkt wurde: "Es ist großartig zu sehen, dass die Bemühungen der HEA erfolgreich sind und Wirkung zeigen. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass sie die europäischen Standards erreichen", so lautete Jordi Curell Gotors Lob in Brüssel.
Auch die Presse spielt beim Thema Hochschulbildung eine bedeutende Rolle. Durch die Medien erfährt die Öffentlichkeit den neuesten Stand der Bildungsreform.
Auf einem weiteren Workshop präsentierten sich den einheimischen JournalistInnen daher ExpertInnen aus den Bereichen Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Höhere Bildung interessante Vorträge, ebenso DozentInnen aus Kroatien, Deutschland und Bosnien und Herzegowina selbst.
Zwei Jahre lang wurde die HEA von der OEZA unterstützt. Grundlegende Ausstattung wie Mobiliar und technisches Equipment wurden zur Verfügung gestellt, und auch der effiziente Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Hochschulbildung und nachhaltigen Qualitätssicherung durch Studienaufenthalte und weiterbildende Workshops gefördert.
Das Projekt gilt als erfolgreiches Beispiel für Kooperation und Fortschritt im Rahmen von Höherer Bildung, und legt offen, wie wichtig der Kapazitätenaufbau zu Beginn eines derart großen Projektes ist.









