Leben im Einklang mit der Natur
Imposante Berge, unterbrochen von sanften Hügellandschaften, seltene Tiere und Pflanzen locken jährlich bis zu 7.000 TouristInnen in den Simen Mountains Nationalpark in der äthiopischen Provinz Amhara. Aufgrund seiner einzigartigen Schönheit steht er als UNESCO-Kulturerbe unter besonderem Schutz. Dennoch ist das Leben der 17.000 Familien, die im und um den Park siedeln, schwierig. Ausgelaugte Böden und überweidete Flächen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit geführt.
BIO schafft Entwicklung
Seit fünf Jahren unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ein integriertes Entwicklungsprojekt für den Nationalpark. Mit Erfolg: Bäuerinnen und Bauern erlernten biologische Anbaumethoden, die den Boden nachhaltig verbessern. Sie bauen jetzt eine größere Vielfalt an Obst und
Gemüse an, pflanzen robustere Getreidesorten und produzieren durch moderne Viehzucht mehr Milch und Fleisch. Die besseren Lebensbedingungen erleichtern es den DorfbewohnerInnen, mit den Einschränkungen, die der Naturschutz mit sich bringt, gut umzugehen. So wurden im Nationalpark die
Weideflächen begrenzt, um fruchtbare Hänge zu erhalten. Auch die Wälder dürfen nicht mehr für Brennholz geschlägert werden.
Neue Jobs durch Trekking-Tourismus
Der Tourismus bietet eine zusätzliche Einkommensquelle. In den gemeindeeigenen Lodges können die BesucherInnen zelten oder in einfachen Unterkünften übernachten. Das Gepäck der Wanderer wird von Maultieren transportiert. Die Nationalparkverwaltung vermittelt Jobs als Tourbegleiter oder Koch. Auch die Übernachtungsgebühren kommen direkt den DorfbewohnerInnen zugute.
Projektpartner der OEZA: Bureau for Finance and Economic Development (BoFED)








