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Lebensader Wasser
© Sandra Eder
Eines der größten Probleme Mosambiks ist die mangelnde Versorgung mit Trinkwasser.
Kinder beim Wasserholen im Distrikt Chibuto.

Mosambik ist trotz hoher Wachstumsraten immer noch eines der ärmsten Länder der Welt. Eines der größten Probleme des Landes ist die mangelnde Versorgung mit Trinkwasser. Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Wasser. Zusätzlich zum großen Mangel an zweckmäßigen Wasserstellen gibt es viele Brunnen, die nach einiger Zeit nicht mehr funktionsfähig sind, weil niemand sie betreut und wartet. Die meisten Menschen sind gezwungen, Wasser aus Bächen und Pfützen zu schöpfen, was oftmals zu bakteriellen Durchfallerkrankungen führt, die vor allem bei kleinen Kindern häufig tödlich enden.

© Sandra Eder
Durch Schulungen konnte der Umgang mit Hygienefragen erleichtert werden.
Hygieneschulung an einer Grundschule in Xai-Xai.

Um den Zugang zu sauberem Wasser zu erleichtern, unterstützte die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ein Wasser-Projekt der Nichtregierungsorganisation AMINA Austria (vormals AMURT Österreich) in den abgelegenen Distrikten Chibuto und Xai-xai. Die lokale Partnerorganisation AMURT Mozambique engagiert sich bereits seit der verheerenden Flutkatastrophe im Jahr 2000 im südlichen Mosambik und kennt die Nöte der Menschen. Das "Wasser- und Sanitärprojekt" erleichterte der lokalen Bevölkerung dank der Erstellung von Wasser-Komitees und der Schulung von deren Mitgliedern den Umgang mit defekten Wasserpumpen und Hygienefragen.

Erfolgreiche Trainings für die Wasserversorgung

© Sandra Eder
Die Zeit, in der eine Wasserpumpe defekt ist, hat sich auf durchschnittlich zwei Wochen verkürzt.
Rehabilitierter Brunnen mit Menschenmenge in Xai-Xai.

Durch den Einsatz von lokalen AktivistInnen gelang es, insgesamt rund 2.300 Mitglieder in mehr als 200 Wasser-Komitees für das Projekt zu gewinnen. Insgesamt konnten mehr Personen geschult werden, als im Projektvorhaben ursprünglich geplant war. Und so konnten trotz großer Distanzen, die es zurückzulegen gilt, der schlechten Straßen und defekten Fahrzeuge alle Wasserpumpen mit kleineren Schäden von den Wasser-Komitees selbst repariert werden. Die Zeit, in der eine Wasserpumpe defekt ist, hat sich durch das Wasser- und Sanitärprojekt auf durchschnittlich zwei Wochen verkürzt. Für die Bevölkerung am Land ist das enorm wichtig: Jeder Brunnen versorgt rund 500 Personen mit Wasser.

Große Schritte auch für die Kleinen

© Sandra Eder
Das Projekt ermöglichte Schulkindern eine kindgerechte Aufklärung über den richtigen Umgang mit Wasser und Hygiene.
Lachende Schulkinder an einer Grundschule in Chibuto.

Außerdem ermöglichte das Projekt 2.600 Schulkindern in so genannten "Child to Child Sanitation Clubs" eine kindgerechte Aufklärung über den richtigen Umgang mit Wasser und Hygiene. Die Kinder trugen ihr Wissen über den Zusammenhang von Hygiene und Krankheiten in ihre Familien weiter. Nach Projektende konnte nachgewiesen werden, dass Krankheiten, die durch schmutziges Wasser verursacht werden, zurückgedrängt wurden. Neben dem generellen Fortschritt in der Sanitär- und Wasserversorgung trug das Projekt auch zu verbesserten Lebensumständen für Frauen und Mädchen bei, da diese für das Wasserholen zuständig sind. Durch einen geringeren Zeitaufwand fürs Wasserholen haben die Frauen mehr Zeit für ihre Familien und die Mädchen können zur Schule gehen.