Private Infrastructure Development Group
Eine funktionierende Infrastruktur leistet einen zentralen Beitrag zu Wachstum, Armutsreduktion und der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG). Investitionen in die Infrastruktur eines Landes können den armen Bevölkerungsgruppen indirekt durch die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums oder direkt durch den Zugang zu neuen oder besseren Dienstleistungen zugute kommen. Obwohl der öffentliche Sektor nach wie vor die größte Rolle im Bereich Infrastrukturentwicklung spielt, ist eine verstärkte Mobilisierung privater Infrastrukturinvestitionen notwendig, wenn die MDG erreicht werden sollen. Allerdings gibt es ernstzunehmende Hürden, die einer stärkeren Beteiligung des Privatsektors entgegenstehen:
- ungünstige Rahmenbedingungen,
- hohe Projektentwicklungskosten,
- Mangel an langfristigen Finanzierungen in harten und lokalen Währungen,
- schwache Kapazität des öffentlichen Sektors, Infrastrukturprojekte mit privater Beteiligung auszuhandeln und umzusetzen,
- notwendige zielgerichtete Subventionen für Infrastruktur-Dienstleistungen, um ökonomische Machbarkeit mit der Versorgung armer Zielgruppen zu vereinbaren,
- unversicherbare Länderrisiken
Die Private Infrastructure Development Group (PIDG) ist eine Gruppe gleich gesinnter bi- und multilateraler Geber, die sich zum Ziel gesetzt hat, zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele private Investitionen für pro-poor Infrastrukturmaßnahmen zu mobilisieren. Zu diesem Zweck hat PIDG eine Reihe innovativer und professionell geführter Fazilitäten entwickelt. Die Gruppe wurde 2002 gegründet und umfasst neben der Austrian Development Agency (ADA), die bilateralen Entwicklungsagenturen DFID (UK), SIDA (Schweden), SECO (Schweiz), DGIS (Niederlande) und Irish Aid. Die OEZA-Beiträge sind zweckgewidmet für Projekte in den Sektoren Wasser, Energie und Transport in den OEZA-Partnerländern in Afrika. Für die Projekte von PIDG interessieren sich zunehmend auch österreichische Unternehmen.






