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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

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Regionales Programm für erneuerbare Energien im Himalaya-Hindukusch: DESER-II

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt die zweite Phase des DESER-Programms (Development of Sustainable Energy for Rangelands), das in Kooperation mit dem internationalen Zentrum für die integrierte Entwicklung von Bergregionen (ICIMOD) in der Region Himalaya-Hindukusch umgesetzt wird. Das Programm zielt auf die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in ländlichen Regionen durch die Anwendung und Verbreitung dezentraler erneuerbarer Energiesysteme ab. Dabei werden lokale Kapazitäten von ProduzentInnen, Institutionen und KonsumentInnen im Rahmen von gezielten Trainings gestärkt.

 

Leben unter schwierigen Bedingungen

Frauen und Kinder sind aufgrund offener Feuerstellen in den Räumen von Atemwegserkrankungen betroffen.
© by: Rudolf Hüpfl

Rund 65 Prozent der Himalaya-Region bestehen aus kargem Weideland (rangelands), in dem 30 Millionen Menschen verschiedenster Kulturen in zum Teil nomadischer Form leben. Die Haushalte sind bisher fast vollständig auf Biomasse, Dung oder qualitativ minderwertige fossile Brennstoffe wie etwa Kerosin zum Kochen, Heizen und für die Beleuchtung angewiesen. Diese Form der Energieversorgung ist Ursache und Verstärker bestehender sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Probleme in der Region. Insbesondere Frauen und Kinder sind aufgrund offener Feuerstellen in den Räumen von Atemwegserkrankungen betroffen und verbringen täglich oft Stunden bei der Sammlung von brauchbarem Brennholz. Die Übernutzung von Biomasse geht mit der Abholzung der Wälder und der Degradierung der Böden einher.

 

Erprobtes anwenden

Kinder lernen unter schwierigen Umständen.
© by: Rudolf Hüpfl

Lernen unter schwierigen Umständen

Die zweite Phase des DESER-Programms baut auf der gesammelten Wissens- und Technologiebasis der ersten Phase auf. Das bestehende ländliche Energiesystem wurde in mehr als 320 Haushalten in verschiedenen Ländern der Region untersucht. 129 erneuerbare Pilotsysteme, die unter anderem verbesserte Biomasseöfen, Solarkocher und Solarlampen umfassten, wurden installiert und auf ihre Anwendbarkeit, Leistbarkeit und Akzeptanz in der Bevölkerung hin getestet. Die Systeme wurden von der lokalen Bevölkerung großteils gut akzeptiert und konnten den Holzverbrauch, die Luftverschmutzung in Gebäuden und den Ausstoß von CO2 Emissionen messbar reduzieren. Verbesserte Öfen verminderten den Holzverbrauch im Winter durchschnittlich um 25 bis 55 Prozent. Solarkocher zeigten Potenzial zur Ersparnis von rund 10 kg Holz pro Tag. Solarlampen waren insbesondere bei nomadisch lebenden Gruppen beliebt und konnten deren Ausgaben für teures Kerosin reduzieren.

Die zweite Phase des DESER-Programms konzentriert sich nunmehr auf die Verbreitung und Kommerzialisierung der erfolgreich getesteten Systeme. Dazu sind verschiedene Maßnahmen zur Stärkung lokaler Kapazitäten vorgesehen. Rund 2.000 Systeme sollen verbreitet werden. Rund 500 ländliche Haushalte in Bhutan, Nepal, Pakistan, Indien und China werden davon profitieren. Dazu werden lokale Hersteller dieser Technologien unterstützt und maßgeschneiderte Finanzierungsmechanismen wie etwa Mikrokredite entwickelt.