Partner an der Donau
Die österreichischen Beziehungen zur autonomen Provinz Vojvodina in Serbien reichen weit in die Geschichte zurück. Die Provinz, die durch Donau und Save vom bergigen Zentralserbien getrennt ist, gehörte bis zum Jahr 1918 zum Habsburgerreich. Das ist noch immer am multikulturellen Flair zu erkennen. Neben Serben, die die absolute Mehrheit der Bevölkerung stellen, leben in der
Vojvodina Ungarn, Slowaken, Kroaten, Rumänen, Sinti, Roma, Deutsche und viele andere Ethnien.
Ausländische Investoren, allen voran aus Deutschland und Österreich, setzen auf das wirtschaftliche Potenzial der Region. Doch trotz der positiven Wirtschaftsentwicklung ist die autonome Provinz stark von Arbeitslosigkeit und Armut geprägt. Mit einem integrierten Regionalentwicklungsplan will die Regierung die Wirtschaft ankurbeln und so mehr Jobs schaffen. Kleine und mittlere Unternehmen, Neugründungen und landwirtschaftliche Betriebe sollen besonders profitieren.
Europa als wirtschaftliches Vorbild
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt das Programm über einen Zeitraum von drei Jahren mit 5 Millionen Euro. Nachdem gemeinsam mit österreichischen Institutionen die notwendigen Kapazitäten geschaffen worden sind, sollen die lokalen Partner spätestens ab 2009 in der Lage sein, über das Vorbeitrittsinstrument (IPA) der Europäischen Kommission EU-Gelder zu nutzen.
Serbien verfolgt einen ökonomischen, sozialen und politischen Reformkurs, der auf eine möglichst rasche europäische Integration ausgerichtet ist. Österreich unterstützt Serbien dabei. Ein ganz wesentlicher Faktor ist neben Armutsreduktion und der Schaffung von Arbeitslätzen auch die Überwindung der nach wie vor spürbaren gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen
Isolation des Landes.
Projektpartner der OEZA: Exekutivrat der Autonomen Provinz Vojvodina








