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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Gemeinsam stärker - Hoffnung für den Südkaukasus

Im Sommer 2009 startete ein Projekt im Grenzgebiet von Georgien und Armenien, dass die Bevölkerung dieser Region auf ihrem Weg in eine bessere und friedvolle Zukunft unterstützen soll. Mit länderübergreifenden Maßnahmen zur Armutsminderung, Vertrauensbildung zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen und Stärkung der Zivilgesellschaft soll dies erreicht werden. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit stellt für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren mehr als 400.000 Euro zur Verfügung. Umgesetzt wird das Projekt "Poverty Reduction and Confidence-building in Border Areas of Georgia and Armenia by Strengthening Civil Societies in Sustainable Rural" (STAGE II) von CARE.

 

Grenzüberschreitender Dialog zwischen Georgien und Armenien

Landwirtschaftsminister Aleksandre Tsintsadze und Davit Kirkitadze, Governeur der Provinz Kvemo Kartli.
© by: CARE International

Zusammenarbeit und Dialog standen beim interethnischen und agrikulturellen Festival 2008 im Mittelpunkt.

Der Südkaukasus ist Europas ethnisch und sprachlich vielfältigste Region, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er-Jahren auch Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen war. Nach wie vor gibt es ungelöste territoriale und ethnische Konflikte. Das im Frühsommer 2009 gestartete Projekt „STAGE II" setzt auf vertrauensbildende Maßnahmen in der Grenzregion zwischen Georgien und Armenien. Über Volksgruppen- und Staatsgrenzen hinweg werden Zusammenarbeit und Dialog gefördert. Ob es dabei um die gemeinsame Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder um den kulturellen Austausch geht. Ziel ist die spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Menschen durch

  • weniger Armut,

  • Stärkung der Zivilgesellschaft - insbesondere von Interessensvertretungen

  • Gleichstellung von Frauen,

  • Akzeptanz und Respekt ethnischer Minderheiten.

Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung von Interessensvertretungen. Sie sollen durch gezielten Kapazitätsaufbau und Schulungen in die Lage versetzt werden, die Zusammenarbeit mit den lokalen Verwaltungsbehörden zu verbessern und die Interessen der Bevölkerung bestmöglich zu vertreten. Verstehen und Verständnis von demokratischen und partizipativen Prozessen sind dafür wichtige Voraussetzungen.

 

Das Projekt setzt das im Frühling 2009 erfolgreich abgeschlossene Projekt „STAGE I" fort.

 

Gemeinsames Vorgehen stärkt ländliche Bevölkerung

Zwei Standbetreiber und Besucher beim agrikulturellen und interethnischen Festival.
© by: CARE International

Die Vernetzung der Landwirte kurbelt die Verarbeitung und den Verkauf der Produkte an.

Bereits seit dem Jahr 2006 ist CARE mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Georgien tätig: Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Georgiens 1991 brachen die Strukturen für die landwirtschaftliche Verarbeitung und den Verkauf zusammen. Jene 40% der georgischen Bevölkerung, die von der Landwirtschaft leben, traf dies besonders hart. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt unter der Armutsgrenze. Hier setzte das 2006 gestartete Projekt „STAGE I" an. Unterschiedlichste Bauernverbände der Region ob für Bienenzucht oder Kartoffelanbau wurden vernetzt und ins Projekt eingebunden. Die Mitglieder lieferten Rohstoffe an ihren jeweiligen Verband und CARE stellte ihnen im Gegenzug dafür notwendige Maschinen zur Produktverarbeitung sowie Startkapital zur Verfügung. Durch diese intensive Vernetzung und die parallel dazu durchgeführten Schulungsmaßnahmen konnte der Aufbau neuer Vermarktungsstrukturen massiv vorangetrieben werden.