Keine schmutzigen Geschäfte - Aktionsplan gegen Menschenhandel
"Der Menschenhandel ist eine in der Öffentlichkeit nur wenig sichtbare Menschenrechtsverletzung", so Außenministerin Ursula Plassnik. Wird Menschenhandel einmal erkennbar, muss man feststellen, dass er viele Gesichter hat: Schlepperei, illegale Einwanderung, Prostitution, Gewalt an Frauen. Menschenhandel ist ein globalisiertes Geschäft. Und weil das Phänomen viele Dimensionen hat, ist es schwer zu bekämpfen.
Globales Problem Menschenhandel
"Die internationale Kooperation ist ein wesentliches Element im Kampf gegen den Menschenhandel", betont die Außenministerin. Um die Maßnahmen auch auf nationaler Ebene zu verbessern, hat der österreichische Ministerrat 2007 den "Nationalen Aktionsplan gegen den Menschenhandel" beschlossen. Dieser deckt sämtliche Bereiche ab – von der Prävention über den Schutz der Opfer bis hin zur Aufdeckung der Netzwerke. Darüber hinaus wurde unter dem Vorsitz des Außenministeriums die "Task Force Menschenhandel" einberufen. Ihre Aufgabe ist es, die österreichischen Maßnahmen zu definieren und zu koordinieren.
Hilfe für Betroffene
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) setzt sich bereits
seit Jahren für den Kampf gegen Menschenhandel ein. Vor allem Frauen sind davon betroffen. In den letzten Jahren hat der Frauenhandel in Europa stark zugenommen. Er wird durch Extremsituationen wie Kriege oder Gewalt in der Familie, wirtschaftliche Not und schlechte soziale Bedingungen geschürt. Insbesondere Albanien hat mit dem Problem zu kämpfen. Es ist Ursprungs-, Durchzugs- und Zielland. Die OEZA finanziert daher zwei Initiativen, um den Frauen- und Kinderhandel im Land einzudämmen. Maßnahmen auf allen Ebenen (Prävention, Schutz, Strafverfolgung) sollen zum Rückgang des Phänomens beitragen. Weiters unterstützt Österreich die albanische Regierung bei der Formulierung von Gesetzen, bei der Entwicklung von Strategien und beim Aufbau von Kommunikationssystemen.
Durch zahlreiche im Land verteilte Stützpunkte können sich die Organisationen vor Ort um die Opfer kümmern und diese beraten. Psychologische Betreuung und Fortbildungsangebote verhelfen zu einem neuen Start und zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft.








