Wärme aus der Erde
Rund 140 Kilometer östlich der mazedonischen Hauptstadt Skopje liegt das Geothermiefeld Kočani, eines der bedeutendsten Erdwärmefelder Europas. Seit 1987 fördert der Kommunalbetrieb Kočani geothermales Warmwasser mit etwa 75 Grad Celsius aus einer Tiefe von ungefähr 350 bis 500 Meter.
Geothermale Fernwärme
Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit führte der Kommunalbetrieb in zwei Phasen seit 1998 dringend notwendige Reparaturen am System zur Absicherung der nachhaltigen Nutzung des geothermischen Wassers durch. Die Filteranlage wurde erweitert und eine sogenannte "Reinjektionssonde" zur Rückführung des thermisch genutzten Wassers in den Untergrund eingebaut. Der Anschluss an das zentrale Wärmeversorgungssystem der Stadt Kočani bewirkt, dass einige öffentliche Gebäude von Holz auf geothermale Fernwärme umstellen. Auch Glashäuser für die landwirtschaftliche Produktion werden mithilfe der kostengünstigen und umweltfreundlichen Energie beheizt. Mit den Investitionen sichert der Kommunalbetrieb seine wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Arbeitsplätze und Folgeprojekte
Durch den Ausbau der Geothermieförderung in Mazedonien werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus gewährleistet der schonende und effiziente Umgang mit dem energiereichen Wasser eine saubere Form der Energieversorgung für die kommenden Jahrzehnte. Im Frühling 2011 wurde das Projekt (der adaptierte Bau sowie das Material und Equipment) an die Gemeinde Kočani übergeben. Die mazedonische Gemeinde plant über das Projekt hinaus die flächendeckende Ausdehnung des bestehenden kostengünstig und umweltfreundlich betriebenen Heizungsnetzes auf die Privathaushalte im Gemeindegebiet, das rund 30.000 EinwohnerInnen umfasst.







