Beitrag zum Programm der nicaraguanischen Regierung zur Ernährungssicherung ("Hambre Cero")



Projektträger: Ministerio Agropecuario y Forestal Nicaragua Land: Nicaragua Fördersumme: € 500.000,00 Beginn: 01.08.2009 Ende: 31.12.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Programm 'Hambre Cero' ('Null Hunger') wurde von der nicaraguanischen Regierung als wichtigste Strategie zur Ernährungssicherheit und Armutsminderung (MDG 1) deklariert. Das Programm wird durch das Land- und Forstwirtschaftsministerium abgewickelt und ist mittlerweile auch Bestandteil des Sektorprogramms PRORURAL.


Erklärtes Ziel von 'Hambre Cero' ist die nachhaltige Verbesserung der Ernährungssituation auf dem Land, wo die Armut und Unterernährung am größten ist. Darüber hinaus sollen mittelfristig auch die Verringerung der Nahrungsmittelimporte, die Förderung des Exports von landwirtschaftlichen Produkten sowie der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen erreicht werden. Dies erfolgt in erster Linie durch technische Hilfe und die Bereitstellung von Nutztieren und Saatgut für die Produktion. Gleichzeitig soll dies durch die Erzeugung landwirtschaflticher Produkte für den lokalen Markt zu einer Verbesserung der Einkommenssituation der Familien führen.


Zielgruppe dieses Projekts sind 310 Familien in den Gemeinden San Isidro, Muy Muy und Sebaco (Departamento Matagalpa) . Die ausgewählten Familien erhalten Nutztiere (Kühe, Schweine, Ziegen, Hühner) und Saatgut sowie Schulungen und technische Beratung bei der Bewirtschaftung ihrer kleinen Landwirtschaften. Es wird erwartet, dass jährlich 12% des investierten Kapitals (Arbeitskraft, Sachgüter) der Zielgruppe als Überschuss zu Verfügung stehen werden.


Die Sachgüter werden per Vertrag den Frauen übertragen, da deren Verantwortungsbewusstsein traditionellerweise höher eingeschätzt wird.

Die geförderten Familien werden 20% der erhaltenen Hilfe in einen Fonds zurückerstatten, der nicaraguaweit wieder neuen Familien zugute kommt.


Die Durchführung ist eng an ein paralleles Programm der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank (BID) angelegt, wodurch die Auswahl der Familien, das Monitoring, die Qualität der technischen Hilfe, etc. garantiert sind.

Projektnummer 2613-00/2009
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.