Beitrag zum Programm Shared Values (pillar III) der Afrikanischen Union



Projektträger: African Union Commission Land: Africa, regional/multi-country Fördersumme: € 200.000,00 Beginn: 15.08.2012 Ende: 30.06.2014

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Shared Values Programm (SVP) entspricht dem sog. "Pillar 3" von den 4 strategischen Interventionsfeldern der Kommission der Afrikanischen Union (AUC).

Um einerseits mehr Visibilität als auch Mitsprache im politischen Dialog mit der AUC zu erreichen, schien die Teilnahme an einer gemeinsamen, bereits bestehenden, jedoch überschaubaren Geberinitiative sinnvoll, wie dies beim SVP der Fall ist, welches zudem im Unterschied zu den anderen Pillars als einziges direkt dem Kommissionspräsidenten unterstellt ist.

Das SVP verfolgt Ziele wie den Aufbau einer stakeholder community innerhalb der AU, die Stärkung des institutionallen Rahmenwerks der AU und ihrer Organe, die Verbesserung der Afrikanischen governance Struktur inkl. Standards und Prozesse, Förderung von Kultur und Sport als Mittel zur besseren Integration innerhalb Afrikas und Gender Mainstreaming in der AU-Programmierung. Letzteres Ziel soll als konkrete Ergebnisse vermehrte Repäsentation und Teilnahme von Afrikanischen Frauen in allen Entscheidungsbereichen hervorbringen, sowie ihnen mehr wirtschaftliches empowerment sichern. Der Beitrag erfolgt mittels Korbfinanzierung des SVP, dessen Ziele und Aktivitäten im Strategischen Plan 2009-2012 der AUC entwickelt wurden. Die Finanzierung erfolgt über einen pooled fund account, in den auch andere Geber einzahlen (UK, Schweden, Dänemark, Spanien). Durch "earmarking" kann der österr. Beitrag insbesondere für die Ziele des Women, Gender und Development Direktorats zur Verfügung gestellt werden. Dieses hat den Auftrag, die Stimme der Frauen in Friedensprozessen zu verstärken, um gender-ausgewogene Friedensprozesse zu erwirken und die Rolle der Frauen während Friedensverhandlungen, aber auch beim post-Konflikt Wiederaufbau zu stärken (Bezug zu UNSR Res 1325 und Folgeresolutionen). Das Direktorat setzt dabei innerhalb der AU, bei den RECs und Mitgliedstaaten an; der österr. Beitrag kommt somit indirekt dem gesamten afrikanischen Kontinent und seiner Bevölkerung zugute.

Projektnummer 2684-00/2012
Mittelherkunft OEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.