Berufszentrum für das Bauwesen in der Republik Moldau



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Strabag SE Land: Moldova Fördersumme: € 497.650,00 Beginn: 15.10.2013 Ende: 30.09.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel der Wirtschaftspartnerschaft ist der Aufbau und Betrieb eines Berufszentrums für das Bauwesen in der Republik Moldau (Chisinau). Das Projekt liefert damit einen Beitrag, um der großen Diskrepanz auf dem moldauischen Arbeitsmarkt zwischen Qualifikationsbedarf der Bauwirtschaft und dem vorwiegend theoretisch ausgebildeten Fachkräftepersonal zu begegnen.

Zu den Komponenten des Projekts zählen neben dem Aufbau einer fachlichen Partnerstruktur und organisatorischer Rahmenbedingungen, die konkrete Fachkräftequalifizierung, die Schulung und Bereitstellung von qualifiziertem Lehrpersonal sowie von MentorInnen, die Einführung von Qualifizierungsstandards (Zertifikate, Curriculaentwicklung) und die gezielte Vernetzung mit der Privatwirtschaft. Das Berufszentrum trägt so zum Abbau des akuten Fachkräftemangels im Bauwesen bei.

Von dem Projekt profitieren die SchulungsteilnehmerInnen, die vor Ort tätigen Bauunternehmen, als auch die moldawischen Berufsbildungsinstitutionen. Die Zielgruppe der SchulungsteilnehmerInnen umfasst Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen Qualifizierungsgraden. Bei den Erwachsenen steht die berufliche Weiterbildung und Höherqualifizierung im Vordergrund, während es sich bei den jugendlichen Teilnehmern um Basisqualifizierung für den Einstieg ins Berufs- und Erwerbsleben handelt.

Die Republik Moldau hat großen Mangel an Fachkräften im Bauwesen, besonders für qualifizierte Aufgaben. Dies ist unter anderem durch den hohen Grad der Abwanderung sowie durch eine veraltete und praxisferne Ausbildung begründet. Derzeit besteht keine Zusammenarbeit zwischen den Institutionen der Berufsausbildung und der Wirtschaft. Im Zuge des Projekts werden übergreifende Maßnahmen zur Vernetzung der Institutionen angestrebt. Die strukturelle Zusammenarbeit mit den Ausbildungseinrichtungen ist außerdem notwendig, da in den Curricula bisher die Berücksichtigung neuerer technologischer Entwicklungen fehlt.

Projektnummer 2550-08/2013
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.