Betreuungszentrum für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen in Tiraspol / Transnistrien



Projektträger: Österreichische Caritaszentrale (ÖCZ) Land: Moldova Fördersumme: € 100.000,00 Beginn: 01.07.2010 Ende: 30.06.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Republik Moldau ist einer der ärmsten Staaten Europas; ein Viertel der Bevölkerung ist in das Ausland abgewandert. Im transnistrischen Gebiet gestaltet sich die Situation noch schwieriger. 85% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenzahlen steigen und viele verlassen das Land um woanders Arbeit zu finden. Viele Kinder werden zurückgelassen, bei den Großeltern, manche gänzlich alleine. Eines der größten Probleme stellt die Jugendkriminalität und der Alkoholismus unter den Straßenkindern bzw. den stark vernachlässigten Kindern dar, sowie die Stigmatisierung und Ausgrenzung seitens der Gesellschaft.

Das Caritas Krisenzentrum "Petruska" in Tiraspol, der zweitgrößten Stadt Moldaus in der transnistrischen Region, nimmt sich Kindern und Jugendlichen in Not an, dessen Kernziel die Reintegration der Kinder in ihre Familien ist.

Die Kinder sind im Krisen- und Tageszentrum zwischen 6 und 14 Jahre alt, kommen von der Straße, aus staatlichen Heimen oder sozial benachteiligten Familien. 25 Kinder wohnen im Krisenzentrum, 35 Burschen und Mädchen besuchen täglich das Tageszentrum und weitere 6 Jugendliche finden Unterkunft und psychosoziale Betreuung in drei eigens dafür errichteten Apartments, unweit des Krisenzentrums. Im nahegelegenen Pfarr-Jugendzentrum, das sich noch im Bau befindet, soll es in der Zukunft durch zusätzliche Angebote die Möglichkeit geben, Qualifikationen für den Arbeitsmarkt zu erwerben und "Life-skills"-Werkzeuge für die Bewältigung des Alltags zu erlernen.

Im vorliegenden Projekt ist geplant, die Qualifizierung der MitarbeiterInnen durch Trainings und Austausch mit anderen Organisationen, die in der Arbeit mit Straßenkindern und Familien in Krisensituationen Erfahrung haben, zu ermöglichen. Darüber hinaus soll die Positionierung des Zentrums in Tiraspol durch Lobbying und Advocacy gestärkt werden.

Projektnummer 8108-03/2010
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.