Change your Shoes – Wechsle deine Schuhe: Kampagne für eine faire und nachhaltige Schuhindustrie



Projektträger: Südwind Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit Land: Austria Fördersumme: € 63.500,00 Beginn: 01.01.2015 Ende: 31.12.2017

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel:

Das Ziel des Projektes ist es, die Schaffung einer ethischen und nachhaltigen Produktion innerhalb der globalen Zulieferkette der Schuhindustrie zu forcieren. KonsumentInnen werden dabei gezielt auf ihr Konsumverhalten, ihren Lebensstil und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern informiert. Durch Advocacy-Maßnahmen werden Veränderungen auf politischer Ebene initiiert und unterstützt.


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Ergebnisse:

Zusammenfassend werden in Österreich speziell im Europäischen Jahr für Entwicklung rund 71.500 BürgerInnen durch eine breit angelegte Werbekampagne mit Videospots in österreichischen Kinos, Inseraten und Artikeln informiert und zum Handeln motiviert. Europaweit werden 21 Millionen Menschen erreicht.

Durch die umfassenden Tätigkeiten werden in Österreich innerhalb der drei Jahre 200.000 Personen auf die Website zugreifen und soziale Medien nutzen, um sich zu informieren und gezielt über Petitionen (App und Beschwerdemechanismen) auf die Schuhindustrie und Lederproduktion Einfluss zu nehmen.

Durch die viertägige Speaker´s tour durch Österreich werden 150 Personen direkt angesprochen und rund 100.000 indirekt durch beispielsweise soziale Medien und die Pressearbeit informiert. Ergänzend werden innerhalb der drei Jahre Lobbyingbriefe (insgesamt sechs) erstellt und drei Roundtables mit VerterterInnen aus Politik und Industrie durchgeführt und 13 Mitglieder des Europäischen Parlaments wie auch VertreterInnen der EU werden zu dem Thema informiert, um das Thema nachhaltig auf der politischen Agenda zu verankern. Mindestens drei SchuhproduzentInnen Österreichs werden in das Projekt eingebunden und sind bereit Veränderungen innerhalb ihrer Produktion durchzuführen.

2000 JournalistInnen werden durch die kontinuierliche Medienarbeit und durch die geplanten öffentlichen Aktionen in das Projekt eingebunden. Die App „Virtual March towards Brussels“ bietet Interessierten eine ideale Möglichkeit zur Partizipation, in dem sie ihre Schritte für den Weg nach Brüssel spenden und dadurch aktiv an der Übergabe einer Petition mitwirken, um Europa nachhaltiger zu gestalten. Mindestens 400 Personen in Österreich werden diese App nutzen und ihren Weg nach Brüssel via Social Media dokumentieren. Begleitet werden diese Maßnahmen auf inhaltlicher Ebene durch Factsheets (5000), Newsletter (14300) und Flyer (10000), in denen auf die unterschiedlichen Aspekte der Schuh- und Lederproduktion eingegangen wird.

 


Zielgruppe


Zielgruppe/Partner/Region:

Zu den Zielgruppen gehören primär die EU-BürgerInnen, welche als KonsumentInnen und AkteurInnen durch intensive Awareness Raising und Kampagnenmaßnahmen angesprochen und zum Handeln mobilisiert werden.

Darüber hinaus werden die Mitglieder des Europäischen Parlaments und VertreterInnen der EU-Institutionen über die Arbeitsbedingungen und die angehende Umweltzerstörung durch die Lederindustrie informiert und ihre politische Verantwortlichkeit eingefordert.

Zudem zählen zu den Zielgruppen Hersteller, Schuhmarken, Einzelhändler, Arbeitsrechtorganisationen und Gewerkschaften, welche wesentliche Stakeholder innerhalb der Schuh- und Leder-Produktionskette sind.

JournalistInnen, AktivistInnen and MultiplikatorInnen werden ebenfalls eingebunden, da sie generell wesentliche Opinionleaders sind.

 


Maßnahmen


Maßnahmen:

-) BürgerInnen werden durch eine breit angelegte Werbekampagne mit Videospots in österreichischen Kinos, Inseraten und Artikeln informiert und zum Handeln motiviert.

-) Südwind erarbeitet gemeinsam mit dem Konsortium eine europaweite Umfrage mit dem Ziel in Österreich 500 BürgerInnen (europaweit 10.000) zur Ausgestaltung der Entwicklungszusammenarbeit zu befragen und ihre Interessen und Prioritäten zu erfassen. Einerseits wird damit ein verstärktes Bewusstsein zur Europäischen Entwicklungszusammenarbeit geschaffen und andererseits geben die Ergebnisse Aufschluss über zukünftige Erwartungen der Bevölkerung an Europa. Die Ergebnisse werden mit PolitikerInnen und ExpertInnen (insgesamt 7) der österreichischen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit diskutiert und für die breitere Öffentlichkeit in Österreich aufbereitet. Dabei werden innerhalb der Medienarbeit 1700 JournalistInnen über eine strategische Aussendung involviert.

-) Durchführung einer viertägigen Speaker´s tour durch Österreich.

-) Kontinuierliche Medienarbeit und öffentliche Aktionen finden statt.

-) Die App „Virtual March towards Brussels“, welche Interessierten eine ideale Möglichkeit zur Partizipation bietet, in dem sie ihre Schritte für den Weg nach Brüssel spenden und dadurch aktiv an der Übergabe einer Petition mitwirken, um Europa nachhaltiger zu gestalten wird erstellt.

-) Lobbyarbeit: Spezifisches Lobbying wird in Österreich im ersten Jahr mittels eines People´s Meeting“ initiiert, an dem rund 100 interessierte Personen teilnehmen, um mit Europäischen und nationalen EntscheidungsträgerInnen Nachhaltigkeit innerhalb der globalen Produktionskette zu diskutieren.

-) Ergänzend unterstützt und fördert das Projekt Best Practices europäischer Schuhmarken und präsentiert Förderprojekte der europäischen und österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die bereits im Leder-und Schuhsektor implementiert werden.


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation:

Südwind wird gemeinsam mit den 17 KonsortialpartnerInnen und 20 Associates die geplanten Aktivitäten umsetzen und die pan-europäischen Maßnahmen koordinieren.


Das Projekt wird in der Höhe von Euro 63.500,00,- (=1,42% des Gesamtprojektvolumens, 10% der Projektkosten in Österreich) für 3 Jahre gefördert.

Projektnummer 2401-03/2015
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied 63500
Modalität Development awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.