EcoMUNI - Einführung ökoeffizienter Produktionsweisen auf kommunaler Ebene; Nicaragua



Projektträger: Centro de Producción más Limpia de Nicaragua Land: Nicaragua Fördersumme: € 810.000,00 Beginn: 01.05.2010 Ende: 31.07.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt wird vom Cleaner Production Center in Managua in sieben ausgewählten Gemeinden Nicaraguas durchgeführt. Oberziel ist es, die Wettbewerbfähigkeit von Mikro-, Klein- und Mittelbetriebe durch den Einsatz öko-effizienter Techniken zu erhöhen. Auf Gemeindeebene werden die Rahmenbedingungen für ressourcenschonendes und kostensparendes Wirtschaften geschaffen.

Das Projekt basiert auf der in Österreich (vor allem in Graz) entwickelten und erprobten Ecoprofit-Methodologie. Die Gemeinde beraten und unterstützen Unternehmen bei der Einführung öko-effizienter Produktionsweisen. Dies erfordert die Stärkung der Strukturen und Kapazitäten der Gemeinden, um die Nachhaltigkeit dieser Strategie zu gewährleisten.

Maßnahmen des Projektes:

- Aufbau lokaler Kapazitäten durch die praxisorientierte Ausbildung von Mitarbeitern der Lokalregierung, Vertretern der Privatwirtschaft und von Finanzinstitutionen sowie anderen projektbezogenen Personen.

- Strategische Projekte bzw. Demonstrationsprojekte zur Bewusstseinsbildung und als Basis für die Verhandlung mit Finanzinstitutionen, um den Zugang der Betriebe zu Krediten zu verbessern.

- Zur Müllreduzierung und zur Förderung von Recycling werden in den Gemeinden entsprechende Initiativen bzw. Sammelunternehmen unterstüzt.

Ca. 70 Betriebe werden direkt vom Projekt profitieren. Mindestens 3.000 Personen in öffentlichen Institutionen, im Privatsektor und aus der Zivilgesellschaft werden von den Schulungsmaßnahmen des Projekts erreicht werden.

50% der teilnehmenden Betriebe sollen Frauen, 25% von JungunternehmerInnen geführt werden. Das Projekt hat landesweit Modellcharakter.

Es wird erwartet, dass teilnehmende Betriebe durch das Projekt den Wasserverbrauch um 20%, den Energieverbrauch um 10% sowie das Abfallvolumen um 8% reduzieren können. Durch die erreichte Produktivitätssteigerung wird die Situation der Unternehmen im Wettbewerb wesentlich verbessern.

Projektnummer 2624-00/2010
Mittelherkunft OEZA
Sektor Industrie und Gewerbe
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.