Förderung der Menschenrechte durch Schutzbegleitung



Projektträger: Internationaler Versöhnungsbund - österreichischer Zweig (IVB-ÖZ) Land: Colombia Fördersumme: € 62.500,00 Beginn: 01.01.2014 Ende: 31.12.2015

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projektes ist es, den physischen und politischen Begleitschutz in einzelnen Regionen Kolumbiens, durchgeführt von Fellowship of Reconciliation Kolumbien (FOR Colombia), für die Friedensgemeinde San Jose de Apartado als Hauptzielgruppe und für drei Organisationen, die mit Kleinbauern/Kleinbäuerinnen bzw. jungen Menschen arbeiten, sowie für individuelle MenschenrechtsverteidigerInnen für weitere zwei Jahre zu verlängern.

Der physische und politische Begleitschutz durch FOR zielt darauf ab, die Sicherheit der Friedensgemeinde und der Kooperationspartner (ACA - Asociacion Campesina de Antioquia; Tierra Digna; ACOOC - Accion Colectiva de Objetores y Objetoras de Conciencia) zu erhöhen. Deren Spielraum bzw. deren Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des gewaltfreien Engagements für die Einhaltung der Menschenrechte wird auf diese Weise gestärkt; illegale bewaffnete Gruppen und die in der Region stationierten Einheiten der kolumbianischen Armee werden davon abgehalten Menschenrechte zu verletzen.

Zielgruppen des Projekts sind Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sowie Jugendliche/junge Menschen im Bundesstaat Antioquia (Region Uraba, Medellín und Umgebung), in den Küstenregionen Kolumbiens sowie in Bogotá, die zu den am meisten marginalisierten und gefährdeten Bevölkerungsteilen Kolumbiens gehören, sowie einzelne MenschenrechtsverteidigerInnen. Die Zielgruppen werden direkt erreicht (Friedensgemeinde San José de Apartado) oder durch Kooperation mit Organisationen, die sich für Kleinbauern und –bäuerinnen bzw. Jugendliche/junge Menschen einsetzen.

Eine weitere wesentliche Komponente bildet die Lobbyarbeit bei kolumbianischen Regierungsstellen, bei internationalen diplomatischen Vertretungen und internationalen Regierungsorganisationen zur Erhöhung der Sicherheit der Friedensgemeinde sowie der Partnerorganisationen sowie dem Sichtbarmachen ihrer Ziele (Engagement gegen Vertreibung und für die Einhaltung der Menschenrechte).

Projektnummer 2319-02/2014
Mittelherkunft OEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.