Fostering Regional and Local Development in Georgia - Phase 2



Projektträger: United Nations Development Programme - Georgia Land: Georgia Fördersumme: € 1.500.000,00 Beginn: 16.12.2017 Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Langfristiges Projektziel ist es, dass die Menschen in den Zielregionen von gestärkten lokalen Selbstverwaltungen profitieren, wodurch bessere Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Ziele der Phase 2 sind:

1. Georgien schafft angemessene Rahmenbedingungen zur Förderung der Dezentralisierung und Unterstützung lokaler Wirtschaftsentwicklung

2. Auf lokaler Ebene erbringen Behörden qualitativ bessere Dienstleistungen zur Schaffung eines günstigen Umfelds für Unternehmen und Anreizschaffung für lokale wirtschaftliche Akteure

3. Lokale Stakeholder, insbesondere Gemeinschaften, sind wirtschaftlich gestärkt und in hierfür relevante Entscheidungsprozesse eingebunden


Erwartete Ergebnisse


Die Erwarteten Ergebnisse der Phase 2 sind:

1.1 Wirtschaftliche Aspekte der Good Governance-Strategie und ihres Aktionsplans werden von Gemeinden und relevanten Institutionen der Zentralregierung umgesetzt

1.2 Entsprechend der Strategie zur Entwicklung der Berggebiete und ihres Aktionsplans werden Initiativen zur lokalen Wirtschaftsentwicklung durch Gemeinden und Institutionen der Zentralregierung umgesetzt

1.3 Die Kapazitäten für lokale Wirtschaftsentwicklung sind auf nationaler und lokaler Ebene gestärkt.

1.4 Politikinitiativen zur Stärkung des Umfelds für lokale Wirtschaftsentwicklung sind vorbereitet.

2.1 Gemeindeprofile sind erstellt und Businesskundenbetreuung in den Gemeinden etabliert, um potentielle Investoren und Unternehmer zu gewinnen.

2.2 Gemeinden und Privatsektor setzen Pilotinitiativen (z.B. in Bereichen wie Tourismus, Landwirtschaft, Handel etc.).

2.3 Lokale Stakeholder (Gemeinden, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen) fördern grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

2.4 Performancemanagementsysteme sind eingerichtet, um gemeinnützige Dienstleistungen zu verbessern und um Informationen auszutauschen.

2.5 In ausgewählten Grenzregionen sind Gemeindezentren eingerichtet und operationell.

3.1 Lokale Gemeinden verfügen über Wissen und Fähigkeiten, um sich in Initiativen zur lokalen Wirtschaftsentwicklung zu engagieren.

3.2 Kapazitäten von lokalen Gemeinden zur Umsetzung von Bürgerbeteiligungsmechanismen sind gestärkt.

3.3 Zivilgesellschaftliche Organisationen setzen gemeinschaftlich geplante Initiativen um.


Zielgruppe


Die direkten Begünstigten des Projekts sind die VertreterInnen zentraler Institutionen und lokaler Behörden in den vier Zielregionen Racha Lechkhumi-Kvemo Svaneti, Samegrelo-Zemo Svaneti, Guria und Kvemo Kartli (insgesamt geschätzte 10.590 Personen). Die indirekten Begünstigten sind rund 900.000 Frauen und Männer in diesen Regionen.


Maßnahmen


Die Projektmaßnahmen umfassen im Wesentlichen:

1. Kooperation zwischen Gemeinden zur Verbesserung von Dienstleistungen auf Gemeindeebene etc.; Förderung von Unternehmen und Verbesserung ihres Marktzugangs; Training für lokale Verwaltung/Behörden; Vorschläge für lokale Wirtschaftsentwicklung an Regierung bzw. Parlament.

2. Unterstützung von Unternehmen mit Informationen, um Potentiale für lokales Investment aufzuzeigen; Unterstützung öffentlich-privater Initiativen unter Berücksichtigung junger Menschen, Frauen und verwundbarer Gruppen sowie umweltrelevanter Aspekte; Lokale Wirtschaftsforen zur Förderung grenzübergreifender Zusammenarbeit und ausgewählter Initiativen; Performancemanagement in einzelnen Bereichen kommunaler Dienstleistungen; Einrichtung von zwei neuen Gemeindezentren in Grenzgemeinden der Region Kvemo-Kartli, um Kooperationen zwischen Regionen und Gemeinden beiderseits der nationalen Grenzen anzukurbeln.

3. öffentliche Bewusstseinsbildungskampagne über die lokale Verwaltungsreform; Schulung lokaler GemeindevertreterInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen in partizipativer Planung; Unterstützung von Gemeinden bei Einführung von Mechanismen partizipativer Entscheidungsfindung.

Durch Förderungen und Kapazitätsentwicklung sollen zivilgesellschaftliche Organisationen dabei unterstützt werden, innovative Ansätze für Bürgerbeteiligung bei Initiativen zur lokalen Wirtschaftsentwicklung aufzuzeigen. Dabei sollen junge Menschen und Frauen mobilisiert und besonders gefördert werden.


Hintergrundinformation


Georgien hat in den letzten Jahren seine Dezentralisierungsreform vorangetrieben.

Vor allem ländliche Regionen bleiben allerdings unterentwickelt und weisen vergleichsweise höhere Armutsraten auf als städtische Zentren. Im Übergang zu einem nachhaltigem und inklusiven Wachstum bleiben Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit als wesentliche Herausforderungen bestehen. Um die sozioökonomische Entwicklung auf regionaler/lokaler Ebene anzukurbeln, bedarf es einer partizipativ und verantwortlich geführten dezentralen Verwaltung, wo kompetente Behörden mit dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft effizient zusammenarbeiten. Fortschritte der regionalen/lokalen Entwicklung sind daher eng mit guter Regierungsführung und Dezentralisierung verknüpft.

Projektnummer 8290-00/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 2, Poverty: 2, Trade: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.