Frauen, Frieden und nachhaltige Entwicklung



Projektträger: Art of Reconciliation GmbH Land: Austria Fördersumme: € 30.000,00 Beginn: 01.01.2016 Ende: 31.12.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Art of Reconcilation und die Stadt Graz (unter Einbindung eines ExpertInnen-Gremiums inkl. BMEIA) veranstalten vom 2.-4. Juni 2016 eine internationale Konferenz zum Thema „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“/“Frauen auf der Flucht“? in Graz. Das Vorhaben zielt auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Geschlechtergerechtigkeit, über die Sustainable Development Goals und deren Implementierung in Österreich ab. Es soll gesellschaftliche Diskussionsprozesse anstoßen, die zur Verständnis von (sexueller) Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen anregen und die Öffentlichkeit für Gleichberechtigung und die Bedeutung von Frauen in politischen Friedensprozessen sensibilisieren.


Erwartete Ergebnisse


Das Projekt soll 100 (inter)nationale KonferenzteilnehmerInnen, 120 Jugendliche aus 5 Grazer Schulklassen und 3 Friedensnobelpreisträgerinnen erreichen, außerdem eine breite Öffentlichkeit durch den Speakers‘ Corner in der Grazer Innenstadt und die begleitende Medienarbeit.

Zudem soll ein Arbeitspapier (Appeal) verabschiedet und im Europa-Parlament präsentiert werden. Das Arbeitspapier soll u.a. auch folgendes beinhalten: Auflistung bewährter Herangehensweisen (Best Practice-Beispiele), Aufruf zur Stärkung der nationalen Dialogplattformen, sowie internationale Unterstützung für das Empowerment von Frauen in Friedensprozessen.


Zielgruppe


Durch das Projekt sollen Jugendliche in der Region Steiermark für das Thema (Extremismus, sexuelle und geschlechterbasierte Gewalt, Stereotypisierung, Diskriminierung, Vergewaltigung als Kriegswaffe, Frauen und Friedensprozesse, Frauen auf der Flucht, SDGs) sensibilisiert werden, über Ursachen nachdenken und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement angeregt werden. Weitere Zielgruppen sind politische EntscheidungsträgerInnen auf nationaler und europäischer/ internationaler Ebene, Landesbeamte, StudentInnen, zivilgesellschaftliche Organisationen, europäische Städte und Gemeinden und die allgemeine Öffentlichkeit.


Maßnahmen


Einen Teil des Projektes bildet die Jugendarbeit und Kooperation mit 5 Schulen in Graz, um Jugendliche (im Alter von 16 bis 18) für die gegenständlichen, globalen Herausforderungen hinsichtlich geschlechterbasierter Gewalt zu sensibilisieren. Dabei werden Fragen nach Durchsetzung von Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit und Friedensarbeit in den Fokus gestellt.

Im Zuge der Konferenz „Women for peace“ (Juni, Graz) wird weiters das Thema „Frauen, Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung“ unter Berücksichtigung der Sustainable Development Goals (5 und 16) im Rahmen des Panels „Fighting Conflict Related Sexual and Gender Based Violence - Grassroots Women as agents of change“ diskutiert. Die Konferenz wird von Öffentlichkeits- und Medienarbeitsmaßnahmen begleitet.

Während der Konferenz entsteht ein Arbeitspapier, in dem festgelegt ist, was die Rolle der Zivilgesellschaft sein kann. Das Dokument soll dem EU-Parlament vorgelegt werden.


Hintergrundinformation


Der Lenkungsausschuss (ExpertInnen-Gremium) wird aus ExpertInnen und OrganisatorInnen zusammengesetzt und setzt sich als Ziel die Qualitätssicherung im Projekt - vor allem in Bezug auf die internationale Konferenz. Er besteht neben den OrganisatorInnen von Art of Reconciliation aus dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, der Universität Graz, der Stadt Graz und dem Verein Sozialprofil (Jugendarbeit, Implementierung von Workshops).

Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 195.000 mit Euro 30.000 für 1 Jahr gefördert.

Projektnummer 2398-01/2016
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied 30000
Modalität Development awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.