Geberkomitee Duale Berufsbildung 2019-2021



Projektträger: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Swiss Agency for Development and Cooperation) Land: Developing countries, unspecified Fördersumme: € 200.000,00 Beginn: 01.12.2018 Ende: 30.11.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Gemeinsam mit den EZA-Geberinstitutionen der Schweiz (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, DEZA), Deutschlands (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ) und Liechtensteins (Liechtensteinische Entwicklungsdienst, LED) macht die Austrian Development Agency (ADA) die duale Ausbildung für den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit mittels dieser Initiative zugänglich und nutzbar.


Die Initiative

(*) arbeitet an praktikablen Ansätzen für den EZA-Bereich,

(*) verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und

(*) erzeugt öffentliche Wahrnehmung auf internationaler EZA-Ebene.

(*) Wichtig für die Initiative ist die praktische Abwendung und Umsetzung konzipierter Ansätze in Projekten/Programmen.


Erwartete Ergebnisse


(*) Die Vorteile, Hindernisse und Möglichkeiten der dualen Berufsbildung in der Entwicklungszusammenarbeit sind bei den Zielgruppen des Geberkomitees bekannt und werden von ihnen praktisch angewendet und in den Fach- und Politikdialog aufgenommen.

(*) Das gemeinsame Themenverständnis und der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern/Projekten sind gestärkt und führen zu einer thematischen Weiterentwicklung sowie zu verstärkter Koordination und Kooperation.

(*) Konkrete fachliche Hilfestellungen werden genutzt und tragen zu effektiven und für die Partnerländer relevanten Berufsbildungsprojekten und -programmen bei.


Zielgruppe


Praxisnahe Ausbildung ist bereits jetzt zentral für die rund 40 laufenden OEZA-Projekte im Bereich Berufsbildung. Ca. 20% der Projekte verfügen über eine explizite duale Komponente, d.h. über konkrete Anteile betrieblicher Ausbildung. Durchschnittlich profitieren per OEZA-Projekt rund 300 Menschen unmittelbar (z.B. Auszubildende, Lehrpersonal) während der Dauer eines Projektes, insgesamt etwa 12.000. Da die meisten Projekte nachhaltige Maßnahmen wie Lehrplan-Entwicklung/Modernisierung oder Reformierung des Berufsbildungssystems zum Inhalt haben, wirken die Projekte weit über ihre eigentliche Laufzeit hinaus und erreichen dadurch eine Vielzahl an vor allem jungen Menschen.


Die Initiative konzentriert sich auf die DC dVET-Mitgliederinstitutionen und deren Projekte/Programme, strategische Akteure inkl. bilateraler Geber, multilaterale Organisationen und Institutionen, lokale und ggf. internationale Firmen (Firmen aus den Mitgliedsländern, welche in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind), Systempartner in den Partnerländern (inkl. Ministerien, Berufsbildungsagenturen, lokaler Privatsektor etc.) sowie politische und interessierte Öffentlichkeit.


Maßnahmen


(*) Das Geberkomitee erarbeitet thematische Publikationen und Arbeitshilfen zu zentralen Fragestellungen. Jegliche Informationen und der fachrelevante Diskurs werden zielgruppengerecht aufgearbeitet und in geeigneten Formaten kommuniziert. Zielgerichtete Kapazitätsentwicklung ist Teil der Arbeit.

(*) Das Geberkomitee etabliert sich als Plattform für den Informations- und Fachaustausch zu zentralen Fragen, Erfahrungen und Herausforderungen im Bereich duale Berufsbildung in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Geberkomitee vermittelt, organisiert und/oder moderiert den Fachaustausch, trägt zum Aufbau von Kapazitäten auf verschiedenen Ebenen (institutionell, regional und in einzelnen Partnerländern) bei und fördert die verstärkte Koordination und Kooperation.

(*) Unterstützungsleistungen und fachliche Hilfestellungen (inkl. Beratung) sind für Projekte/Programme etc. klar definiert sowie kommuniziert und werden bedarfsorientiert umgesetzt.


Hintergrundinformation


Weltweit besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Praxisnahe Berufsbildungsmodelle wie die Lehrlingsausbildung üben für Regierungen und Wirtschaft eine große Attraktivität aus. Die Lehrlingsausbildung hat in Mitteleuropa eine lange Tradition, als Kernländer hierfür werden die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein und Österreich betrachtet. Duale Berufsausbildung fußt auf der Zusammenarbeit von öffentlichem und privatem Sektor. Betrieb und Schule zeichnen gemeinsam für die arbeitsmarktrelevante, praxisnahe Ausbildung mit theoretischem Fundament verantwortlich. In vielen Ländern fehlt diese Form des öffentlich-privaten Zusammenspiels bislang jedoch und stellt ein wenig genutztes Potential gerade auch vor dem Hintergrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit dar.

Projektnummer 2721-00/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Sekundarschulbildung
Tied 0
Modalität Basket funds/pooled funding
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.