Global Issues – Global Subjects



Projektträger: Südwind Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit Land: Austria Fördersumme: € 21.700,00 Beginn: 01.11.2017 Ende: 31.10.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt Global Issues – Global Subjects möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Globales Lernen bzw. Global Citizenship Education systematisch in das österreichische Schulsystem integriert wird. Als Ansatz wurden Schulfächer und die Qualifizierung von LehrerInnen gewählt. Das übergeordnete Ziel des Projektes Global Issues – Global Subjects ist es, im Rahmen von fachbezogenem Unterricht Themen globaler Entwicklung (namentlich die SDGs und kontroverse globale Themen wie Klimawandel, Migration und Gender) aufzugreifen. Die Strategie des Projektes (spezifisches Projektziel) zielt darauf ab, für bestimmte Schulfächer ergänzende Materialien zu Globalem Lernen zu entwickeln, zu testen, zu publizieren und breit in der LehrerInnen-Community (insbesondere bei den entsprechenden FachlehrerInnen) bekannt zu machen.


Erwartete Ergebnisse


1) Es liegt eine konzeptionelle und methodische Anleitung (Broschüre) vor, die erklärt, wie die SDGs und sensitive bzw. kontroversiẹlle Themen in den Fachunterricht der Sekundarstufe 1 integriert werden können.

2) Es werden Materialien für den Fachunterricht (Sek. 1, ausgewählte Fächer) entwickelt, die die SDGs und sensitive bzw. kontroversiẹlle Themen einbeziehen.

3) Weiterbildungsprogramm, um die Kompetenzen (inhaltlich, emotional) der LehrerInnen für einen qualitativen Unterricht zu den SDGs und zu sensitiven bzw. kontroversiẹllen Themen zu stärken.

4) Schulbezogenes Programm zur Förderung und Unterstützung von Schulprojekten zu den SDGs und zu sensitiven bzw. kontroversiẹllen Themen.

5) Aufbau von Kooperationen, Sicherung der Nachhaltigkeit und Dissemination der Projektergebnisse.

In Österreich nehmen rund 90.000 SchülerInnen am Projekt teil. Insgesamt werden rund 735.000 SchülerInnen in 9 europäischen Ländern erreicht.


Zielgruppe


Zielgruppen sind: LehrerInnen, SchülerInnen (Sek. 1), Einrichtungen der LehrerInnenbildung, Schulverwaltung, Schulpolitik.

Das Projekt wird gemeinsam mit Partnern aus 8 europäischen Mitgliedsstaaten durchgeführt. Europäische Konsortialpartner: CEO – Foundation Centre for Citizenship Education (Polen, Lead), Anthropolis (Ungarn), Humanitas (Slowenien), People in Need (Slowakei), Leeds Development Education Centre (UK England), Scotdec (UK Schottland), Le Parternariat (Frankreich), Associazione di Cooperazione e Solidarietà (Italien).

 


Maßnahmen


Die Maßnahmen sind in 5 Arbeitspakete eingeteilt und umfassen:

1.1: Studie, die den konzeptionellen Rahmen beschreibt und den Bedarf (Einbeziehung von LehrerInnen) erhebt.

1.2: Internationaler Workshop zur Entwicklung der Broschüre (in Warschau)

1.3: Veröffentlichung der Broschüre (konzeptioneller und methodischer Rahmen)

2.1: Zusammenstellung der Arbeitsgruppen (LehrerInnen, ExpertInnen, Auswahl der Fächer)

2.2: Erarbeitung und Testing der Materialien in der Praxis

2.3: Internationaler Austauschworkshop (in Bratislava)

3.1: Internationales Seminar zum Thema LehrerInnenbildung mit Fokus auf E-Learning (in Ljublijana)

3.2: E-Learning Kurs

3.3: Seminare in der LehrerInnenbildung zu den entsprechenden Materialien (z.B. Seminar zu Globalem Lernen im Mathematikunterricht)

4.1: Entwicklung und Implementierung eines Workshop-Konzepts zu den SDGs.

4.2: Material zu den SDGs für Schulklassen (Poster-Serie)

4.3: Konferenz für teilnehmende SchülerInnen und LehrerInnen

4.4: Adaption von Assessment-Materialien von RISC für den österreichischen Kontext

5.1: Disseminationsworkshops für SchuldirektorInnen und Fach-AGs

5.2: Disseminationsworkshops für Bildungsverwaltung

5.3: Internationale Konferenz für Stakeholder (voraussichtlich Brüssel)

5.4: Projektpräsentation auf der eigenen Website

5.5: Evaluation


Hintergrundinformation


Das Projekt wird in der Höhe von Euro 21.700,- (=0,71 % des Gesamtprojektvolumens, 4,99 % der Projektkosten in Österreich) für 3 Jahre gefördert.

Projektnummer 2401-00/2018
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied 21700
Modalität Development awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.