Globales Lernen in der Grundschule - Global Schools



Projektträger: Südwind Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit Land: Austria Fördersumme: € 29.800,00 Beginn: 01.04.2015 Ende: 31.03.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt soll dazu beitragen, dass das Konzept Global Citizenship (mit neuen Lernfeldern und Methoden) in Volksschulen stärker berücksichtigt wird, um auf diese Weise junge Menschen mit Kompetenzen, Werte und Haltungen im Sinne sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu konfrontieren. Ziel ist der Aufbau und die Entwicklung eines Netzwerkes von Schulen (155 Schulen in den 10 europäischen Partnerländern), die Globales Lernen in ihren Unterricht systematisch integrieren.


Erwartete Ergebnisse


Ergebnisse:

R1: Guidelines zu Globalem Lernen (unter Berücksichtigung von good-practice Beispielfällen für die Integration Globalen Lernens in Schulen) sind im Rahmen eines multi-stakeholder Prozesses entwickelt worden.

R2: Aufbau eines lokalen Netzwerkes von zu Globalem Lernen weitergebildeten LehrerInnen (und MultiplikatorInnen). Dieses Netzwerk hat die Kompetenz und die Ressourcen, Globales Lernen in Volksschulbereich einzubringen und zudem Peer Trainings zu geben.

R3: Das EYD2015 und die Post MDG-Agenda werden in Richtung Schulen und in der breiteren Öffentlichkeit gezielter kommuniziert

R4: Multimediale Disseminationsstrategie, die einen Austausch an guter Praxis zwischen den Projektpartnern und Stakeholdern ermöglicht

 


Zielgruppe


Zielgruppe: LehrerInnen (2.100 insgesamt), 155 Schulverwaltungen, 130 Entscheidungsträger auf lokaler Ebene, 200 NGOs in 10 Europäischen Ländern. In Österreich wird das Projekt von Südwind in den Bundesländern Tirol und Wien mit insgesamt 25 Projektschulen durchgeführt. Südwind ist als Projektpartner für die Implementierung des Projektes in Österreich verantwortlich. Im Rahmen des Projekts wird Südwind eng mit folgenden Einrichtungen in Österreich kooperieren: Land Tirol (Projektpartner, Teilnahme an den Projektreffen, Vernetzung zur Verwaltung), PH Tirol (über die PH Tirol wird ein Lehrgang zu Globalem Lernen im Rahmen des Projektes angeboten), Europabüro des Stadtschulrates für Wien.


Maßnahmen


Geplante Aktivitäten:


zu Resultat 1

Koordination, Austausch von guter Praxis und Monitoring

Aufbau von multi-stakeholder Strukturen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene; regelmäßige Treffen und Entwicklung einer Guideline Globalen Lernens, die für Schulen (Volksschulen) und EntscheidungsträgerInnen hilfreich ist

Veröffentlichung von Forschungsergebnissen im Bereich LehrerInnenaus- und –weiterbildung

Fortbildungsprogramme zu Globalem Lernen für lokale Entscheidungsträger


zu Resultat 2

Entwicklung von Bildungsmaterialien zu Globalen Lernen, die es LehrerInnen ermöglichen, das Globale Lernen in ihren Schulalltag zu integrieren

Weiterbildungsprogramm für LehrerInnen, um deren Kompetenz zu Globalem Lernen zu erhöhen und um einen guten Austausch von Erfahrungen und Praxis auf europäischer Ebene zu ermöglichen

Weiterbildungsprogramm für zivilgesellschaftliche Organisationen zu Globalem Lernen, um die Implementierung des Projektes in Schulen durch zusätzliche Angebote zu fördern


zu Resultat 3

Entwicklung einer Kommunikationsstrategie zu EYD2015 und Post MDG-Agenda in Richtung Schulen (für SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern). Die Kommunikationsstrategie hat Anschlusspunkte zu nationalen und internationalen Veranstaltungen und Kampagnen

Sichtbarkeit des EYD2015 und der Post MDG-Agenda bei relevanten Veranstaltungen


zu Resultat 4

Nationale und internationale Treffen und Veranstaltungen, die dem Projekt eine gute Sichtbarkeit ermöglichen

Projektwebsite und Websites der Projektpartner


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 2.915.100,-- in der Höhe von Euro 29.800,- ( 1,02 %) für 3 Jahre gefördert.


Hintergrundinformation


Das Globale Lernen in den Primarschulbereich zu implementieren, ist die übergeordnete Projektstrategie des Projektes „Global Schools“. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Weiterbildung von LehrerInnen (inkl. Kaskadentrainings in Schulen), Begleitforschung und strukturelle Unterstützung durch Local Authorities (Länder, Städte und Gemeinden) gelegt. Im Rahmen des Projektes werden eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen und Austauschforen zu Globalem Lernen für verschiedene Zielgruppen durchgeführt. Dadurch soll es gelingen, das commitment zu Globalem Lernen bei verschiedenen Stakeholdern zu erhöhen. Darüber hinaus steht das Projekt auch im Zeichen des European Year for Development 2015 sowie der Post MDG Agenda. Die verschiedenen Stakeholder (auch Schulen) mit diesen internationalen Programmen und Diskursen zu Entwicklungspolitik zu konfrontieren, ist demnach auch ein Ziel dieses Projektes.

Projektnummer 2401-10/2015
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied 29800
Modalität Development awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.