Indigenes Wissen vom Rio Negro für die Nachhaltigkeit Amazoniens



Projektträger: Klimabündnis Österreich, gemeinnützige Förderungs- und Beratungsgesellschaft mbH Land: Brazil Fördersumme: € 60.000,00 Beginn: 01.04.2010 Ende: 31.12.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Mit dem Projekt werden das indigene Wissens und der interkulturelle Dialog am Rio Negro, im Nordwesten des brasilianischen Amazoniens, als einer der Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung des größten Schwarzwasser-Flussbeckens in der Welt gefördert. Dieses befindet sich mehrheitlich unter indigener und staatlich-brasilianischer Verwaltung. Es besitzt verschiedene gut konservierte Landschaften in einer sehr abgelegenen Gegend, die entfernt ist von den ökonomischen Zwängen der Güterproduktion. Die Aktionen zielen auf die Systematisierung, Zusammenführung und Integration in neue Technologien der Erfahrungen und Ergebnisse der Interventionen der letzten 15 Jahre ab. Die Kenntnisse und Produkte zum indigenen Wissen werden per Internet verbreitet. Die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den indigenen MultiplikatorInnen und ihren diversen PartnerInnen werden optimiert. Darüber hinaus sollen die in der Region angesammelten Erfahrungen auf das gesamte Flussbecken des Rio Negro und ganz Amazonien verbreitet werden. Sicherung von Wissen und Traditionen betrifft oft weibliche Techniken, wie etwa das Ernährungssystem. Daher profitieren in großem Maße Frauen von dem Projekt.


Resultate:

- Die Website der Partnerorganisation FOIRN mit Sammlung der Publikationen ist online.

- Das Team für Kommunikation und Bildungswesen innerhalb von FOIRN ist in Wartung und Dynamisierung der Website geschult.

- Neue Produkte über indigenes Wissen sind publiziert und bereits vorhandene Produkte der letzten 15 Jahre in neuer Form zur Verfügung gestellt.

- Ein Netzwerk von indigenen MitarbeiterInnen/Forschenden und traditionellen WissensträgerInnen aus den "Kultur-Stützpunkten" ist geknüpft.

- Die Beziehungen zu Netzwerken und ForscherInnen, WissenschafterInnen und kooperierenden Entwicklungsagenturen sind verdichtet

Projektnummer 2319-09/2009
Mittelherkunft OEZA
Sektor Umweltschutz allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.