Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung



Projektträger: Österreichische Caritaszentrale (ÖCZ) Land: Congo, Dem. Rep. Fördersumme: € 69.700,00 Beginn: 01.03.2007 Ende: 31.08.2010

Kurzbeschreibung:

Projektziel


In den vier Diözesen Manono, Kongolo, Kalemie und Kilwa-Kasenga im Südosten der DR Kongo leben Schätzungen zufolge rund 12.000 Personen mit einer körperlichen Behinderung. Durch die fehlende Bildung und die körperliche Beeinträchtigung leben sie in extremer Armut und in lebenslanger Abhängigkeit von ihrem Umfeld.

Zielsetzung des Projektes ist eine bessere gesellschaftliche Integration von 4.300 Menschen mit Behinderung durch bewusstseinsbildende Maßnahmen, Zugang zu orthopädischen Behelfen und die Gründung von spezifischen Vereinen. Eine regionale bewusstseinsbildende Kampagne, die die Herstellung und Verbreitung von Aufklärungs- und Bewusstseinsbildungsmaterial sowie konkrete Maßnahmen und Aktivitäten, die von Menschen mit Behinderung selbst gesetzt werden, umfassen wird, soll die Bevölkerung auf verschiedene Aspekte des Themas "Menschen mit Behinderung" aufmerksam machen und eine Auseinandersetzung und Enttabuisierung von Behinderung in Gang setzen.

Pro Diözese ist die Gründung von fünf Vereinen für körperlich behinderte Menschen vorgesehen, einerseits als Form von Selbsthilfegruppen, andererseits auch als mögliche Basis für gemeinsame konkrete Aktivitäten. Die Vereine werden werden selbst bewusstseinsbildende Initiativen wie z.B. Theaterspiel, Musik etc. durchführen, und bekommen ein Startpaket für kleine einkommenschaffende Aktivitäten. VertreterInnen dieser Gruppen sollen an Schulungen teilnehmen. Insgesamt 1.100 behinderten Kindern wird durch entsprechende orthopädische Hilfe und durch Sensibilisierung der Eltern der Besuch der Grundschule ermöglicht..

Die Einrichtung eines kleinen orthopädischen Dienstes in jeder Diözese ist vorgesehen, in dem orthopädische Behelfe wie Prothesen, Schuhe, Rollstühle hergestellt bzw. angepaßt werden. Dafür ist eine einjährige Lehre von insgesamt 12 behinderten Menschen vorgesehen. Das Querschnittsthema Gender ist von großer Bedeutung, weil geschlechtsspezifische Ungleichheiten sehr stark zum Tragen kommen.

Projektnummer 2325-06/2007
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.