KleinbäuerInnenrechte sind Menschenrechte 2019-2021



Projektträger: FIAN - Food First Information and Action Network, Sektion Österreich Land: Austria Fördersumme: € 179.000,00 Beginn: 01.01.2019 Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Thematischer Fokus des Programms 2019-2021 sind die Rechte von KleinbäuerInnen im globalen Süden im Zusammenhang mit dem Recht auf Nahrung. Anhand von 5 Erfolgsgeschichten aus Brasilien, Mali, Indien, Kambodscha und Uganda sollen Anstrengungen selbstermächtigter BäuerInnen in Bezug auf Frauenrechte, Rückgängigmachen von Landvertreibungen, Zugang zu Saatgut, Festschreiben des Rechts auf Nahrung in der Verfassung sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, dass unterschiedliche Zielgruppen für die Themen kleinbäuerliche Rechte, Recht auf Nahrung und Sustainable Development Goals (SDG) sensibilisiert werden, und sich aktiv mit Handlungsoptionen auseinandersetzen bzw. für die Umsetzung dieser Rechte engagieren.


Erwartete Ergebnisse


1) Fünf Erfolgsgeschichten von KleinbäuerInnen im Einsatz für ihre Rechte wurden sichtbar gemacht und von den Zielgruppen für eine aktive Auseinandersetzung mit Handlungsoptionen genutzt: 3 Erfolgsbooklets (7500 Stück), Dokumentation von Erfolgsfortschritten in FIAN-Medien (40 Beiträge), Vernetzung mit Partnerorganisationen im Globalen Süden und Organisation eines Austausches mit Südgast, 18 Inputs für Veranstaltungen Dritter bzw. Lehrveranstaltungen, 9 Gastbeiträge in Medien und Foren Dritter.


2) Zielgruppe Jugend ist für das Recht auf Nahrung und die kleinbäuerlichen Rechte sensibilisiert:

2 Poetry Slams, Restaurantaktion ‚Mir isst es recht‘, Filmtage Hunger.Macht.Profite. in 5 Bundesländern (2 x 40 Filmvorstellungen), 10 Schul-Sondervorstellungen, Erstellung Multimedia-Paket (Foto-Video, Kurzfilm, Infografik), Etablieren einer Vernetzungsstruktur für Studierende bzw. Jugendliche, Veranstaltung zur jährlichen Präsentation des 'Right to Food & Nutrition Watch', 15 Teach-Ins und Jugendworkshops.


3) Zielgruppe MultiplikatorInnen setzt sich mit kleinbäuerlichen Rechten, Recht auf Nahrung und SDG auseinander und engagiert sich für deren Umsetzung:

1 zivilgesellschaftliches Austauschforum mit Südgast, 1 Infofolder, 3 Inhouse-Trainings, zivilgesellschaftliche Vernetzung und Planung von Aktionen.


4) Die Deklaration für die Rechte von KleinbäuerInnen, das Recht auf Nahrung und die SDGs werden von der Zielgruppe Politik als relevante Prozesse zur Stärkung von KleinbäuerInnen unterstützt:

1 Multistakeholder-Dialog: Rechte von KleinbäuerInnen stärken – Erfolge aus der EZA, Wirtschaft und Menschenrechte, 1 politischer Roundtable mit Südgast, Lobbyaktivitäten (persönliche Gespräche, 6 Lobbyletter, 3 Petitionen), Teilnahme an internationalen Treffen in Genf und Brüssel.


Mit dem Projekt werden mehr als 8.000 Personen direkt und rund 23.000 indirekt erreicht. Via Medien werden zusätzlich 1 Mio. Personen erreicht.

 


Zielgruppe


Primäre Zielgruppen sind Jugendliche, MultiplikatorInnen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Frauen sowie EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung. Eine interessierte breitere Öffentlichkeit wird über die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit erreicht.

Kooperationspartner: FIAN ist Teil eines globalen Netzwerks. Wichtige Kooperationspartner sind die Organisationen aus Brasilien, Kambodscha, Mali, Uganda und Indien, mit denen bereits eine vertiefte Zusammenarbeit besteht. Zusätzlich sind österreichische Organisationen z.B. SDG-Watch, Netzwerk Kleinbäuerliche Rechte, Nyéléni Austria, WIDE, Kulturverein FOMP, Jugendvertretungen und Jugendorganisationen Partner in der Projektumsetzung.

Regionale Ausrichtung: Wien und österreichweit.


Maßnahmen


Das Vorhaben umfasst eine breite Palette von Aktivitäten wie Bildung und Training (Filmtage Hunger.Macht.Profite. inkl. Vermittlungsprogramm, Schulvorstellungen in ländlichen Regionen, Multimedia-Paket, MultiplikatorInnen-Trainings, Teach-Ins, Jugendworkshops), Dialog und Austausch (Diskussionen, Poetry Slams, Restaurant-Aktion, zivilgesellschaftliches Austauschforum und weitere Veranstaltungen mit Süd-Gast, halbtägiger Multi-Stakeholder-Dialog, politischer Roundtable, Vernetzung). Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (Erfolgsbooklets, Infopakete, Präsentationen, Schwerpunkte im FOODFirst-Magazin, Web und soziale Netzwerke, Pressearbeit) begleiten das Aktionsprogramm.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 226.000,- mit Euro 179.000,- (79,20 % des Gesamtvolumens) für eine Laufzeit von 3 Jahren gefördert.

Projektnummer 2398-01/2019
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied 179000
Modalität Development awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.