Livestock Development in Armenia: South-North - OEZA



Projektträger: Strategic Development Agency NGO Land: Armenia Fördersumme: € 1.516.000,00 Beginn: 15.12.2017 Ende: 14.12.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Langfristiges Projektziel des Projekts ist es, zu einem inklusiven und nachhaltigen Wachstum von 88 von Viehzucht abhängigen ländlichen Gemeinden in den Regionen Shirak, Lori, Tavush, Gekharkunik beizutragen. Im Rahmen des Projekts werden Milch- und FleischproduzentInnen unterstützt. Die Projektziele sind:

1. ProduzentInnen profitieren von verlässlichem Marktzugang und Diversifizierung von Marktmöglichkeiten

2. ProduzentInnen profitieren von Verfügbarkeit von Inputs und Business Development Services sowie verbesserten regionalen Verbindungen

3. ProduzentInnen profitieren von nachhaltigem Management von natürlichen Ressourcen in der Viehwirtschaft


Erwartete Ergebnisse


Die erwarteten Ergebnisse des Projekts sind:

Output 1.1: Erweiterte bzw. effizientere Infrastruktur für Milchsammlung und Ver- bzw. Ankauf von Fleisch und Vieh ist verfügbar

Output 1.2: Milch- und FleischhändlerInnen setzen die von ihnen erstellten Exportpläne um

Output 1.3: Aufbau von Dienstleistungen zur Unterstützung von Kleinbauern und -bäuerinnen bei der Überwindung logistischer Hürden

Output 2.1: Private veterinärmedizinische Servicestellen sind eingerichtet und tätig

Output 2.2: Marktbeziehungen zwischen Großhändlern und Einzelhändlern von landwirtschaftlichen Inputs sind aufgebaut

Output 2.3: Verbesserte Produktivität von Vieh durch Austausch wenig produktiver Tiere

Output 3.1: Lokale Akteure / VertreterInnen der Zielgruppen haben besseres Wissen und Fähigkeiten, um Landnutzungsstrategien/-pläne zu entwickeln bzw. verbessern und umzusetzen.

Output 3.2: Umweltfreundliche Praktiken bzw. verbesserte Methoden für die Nutzung von Land werden umgesetzt.

Output 3.3: Verbesserte Weideinfrastruktur ist vorhanden.


Zielgruppe


Direkte Begünstigte sind 200 lokale (private und öffentliche) Marktakteure, die Dienstleistungen gegenüber Bauern/Bäuerinnen und anderen erbringen, die an den Lieferketten für Milch, Fleisch und Lebendvieh beteiligt sind. Neben LandwirtInnen gehören auch andere Personengruppen zu den direkten Begünstigten des Projekts, z.B. AnbieterInnen privater Dienstleistungen (u.a. TierärztInnen), VertreterInnen lokaler und regionaler Behörden u.a. Die Endbegünstigten des Projekts sind rund 4.000 Bauern/Bäuerinnen, KleinunternehmerInnen und Beschäftigte in der Milch- und Fleischerzeugung bzw. -verarbeitung (davon 30% Frauen), die von den verbesserten Möglichkeiten der Einkommensschaffung und Beschäftigung profitieren sollen sowie deren Familien (insgesamt rund 20.000 Personen).


Maßnahmen


Die Projektmaßnahmen umfassen im Wesentlichen:

1. Maßnahmen zur erweiterten Marktvernetzung zwischen ViehzüchterInnen, Viehhändlern und milchverarbeitenden Betrieben; Unterstützung von Kleinbauern und -bäuerinnen bei logistischen Herausforderungen (z.B. Milchsammlung/-kühlung, Viehtransport) bei bestmöglicher Ressourceneffizienz (z.B. im Hinblick auf die Verwendung von Wasser, Energie etc.) entlang der Wertschöpfungskette; Beratung über Exportmöglichkeiten für armenische Tierprodukte sowie Eruierung von Möglichkeiten für grenzüberschreitenden Handel mit Georgien.

2. Vernetzung der Bauern und Bäuerinnen mit TierärztInnen der tiermedizinischen Servicestellen und Erweiterung des Angebots an veterinärmedizinischen Dienstleistungen (z.B. Beratung zu Tiergesundheit/Tierpflege, Impfungen, künstliche Befruchtung bei Vieh zur Steigerung der Produktivität etc.); Stärkung der Lieferketten bei landwirtschaftlichen Inputs (z.B. Melkequipment, Rindersamen, Medikamente, Tiergesundheits-/Tierpflegeprodukte); Training und Beratung für Bauern und Bäuerinnen (z.B. bei Produktqualität, Marketing etc.) unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse frauengeführter Haushalte und verwundbarer Gruppen; weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität von Nutztieren (z.B. Austausch wenig produktiver Tiere durch produktivere Tiere); Grenzüberschreitender Austausch von Stakeholdern (lokale Behörden, Wirtschaftstreibende etc.), um Kooperationen zwischen Georgien und Armenien zu ermöglichen.

3. Verbesserung der landwirtschaftlichen Praktiken im Umgang mit natürlichen Ressourcen; Stärkung der Kapazitäten der Begünstigten (Bauern/Bäuerinnen, örtliche Behörden, Gemeinderäte) für eine nachhaltige und partizipative Landnutzungsplanung und ein verbessertes Management der gemeinschaftlich genutzten Weideflächen.


Hintergrundinformation


In Nordarmenien sind die meisten Bauern und Bäuerinnen in der Viehwirtschaft (v.a. Rinder) tätig. Die von Jerewan teils weit entlegenen Regionen Lori, Shirak, Tavush und Gegharkunik gehören zu den am stärksten benachteiligten Provinzen des Landes und sind wegen ihrer klimatischen Bedingungen nicht für den Anbau hochwertiger Getreidesorten geeignet. Die Landwirtschaft ist sehr kleinteilig. Herausforderungen in der Viehwirtschaft sind: Geringe Produktivität und Fluktuation in der Versorgung mit Milchprodukten; limitierter Marktzugang; wenig nachhaltiges Weidemanagement, welches zur schrittweisen Degradierung der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen führt; Gefahr von Tierseuchen.

Das Projekt wird von der ADA und der DEZA kofinanziert, wobei der DEZA-Beitrag von der ADA abgewickelt wird.

Projektnummer 8289-01/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Environment: 1, Climate change adaptation: 1, Desertification: 1, Gender: 1, Poverty: 2, Trade: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.