Make Chocolate Fair! – Kampagne für mehr Gerechtigkeit in der globalen Wertschöpfungskette der Schokoladeproduktion



Projektträger: Südwind Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit Land: Austria Fördersumme: € 54.700,00 Beginn: 01.01.2013 Ende: 31.12.2015

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die EU-kofinanzierte Kampagne soll dazu beitragen, Entwicklungsdefizite in den kakaoproduzierenden Ländern zu reduzieren, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern zu verbessern, Konzepte des Fairen Handels bekannter zu machen und zivilgesellschaftliche Positionen zu den Herausforderungen im Kakaosektor im Dialog mit Politik und Wirtschaft zu stärken. Dazu wurde eine gemeinsame Petition erarbeitet, die konkrete soziale und ökologische Standards von den Schokoladenunternehmen einfordert: (i) faire und angemessene Bezahlung; (ii) Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten und Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit; (iii) Unterstützung für eine nachhaltige, diversifizierte und umweltschonende Landwirtschaft; und, (iv) ein unabhängiges Zertifizierungs- und Kontrollsystems.

Das breit angelegte Maßnahmenpaket umfasst: Informationsveranstaltungen in ganz Österreich (u.a. Podiumsdiskussionen, Infostände, Filmabende, Choco-Mobil-Tour, Wanderausstellungen, Speakers-Tour mit ExpertInnen aus Ghana und der Elfenbeinküste); diverse Informationsmaterialien (u.a. Factsheets, Sonderbeilagen, Flyer); kreative Straßenaktionen; Öffentlichkeitsarbeit; Durchführung von Workshops für AktivistInnen und MultiplikatorInnen, Vernetzung von NGOs und Lobbying. Allein in Österreich sollen 10.000 Unterschriften dafür gesammelt werden sowie über 120.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahre für das Anliegen sensibilisiert werden. Gemeinsam mit drei Organisationen in Deutschland, Tschechien und Estland implementiert Südwind (Lead) die Kampagne Make Chocolate Fair! in 16 EU-Ländern.


Das Projekt wird aus OEZA-Mitteln in der Höhe von Euro 54.700,- (4,39 % des Gesamtprojektvolumens) gefördert. Laufzeit: 3 Jahre (1.1.2013-31.12.2015)

Projektnummer 2401-03/2013
Mittelherkunft OEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.