Nachhaltige Sicherung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Erwachsene mit Behinderungen



Projektträger: Österreichische Caritaszentrale (ÖCZ) Land: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 73.000,00 Beginn: 15.10.2009 Ende: 31.12.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der noch immer angespannten politischen Situation in Bosnien und Herzegowina rücken Anliegen sozial schwächerer Gruppen oft in den politischen und gesellschaftlichen Hintergrund. Erwachsene Menschen mit Behinderungen haben im Kanton Herzegowina-Neretva kaum Möglichkeit einer adäquaten Beschäftigung nachzugehen. Die Caritas der Diözese Mostar leistet einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderungen in Bosnien und Herzegowina und so gelang es ihr mit Unterstützung des Projektpartners Caritas Österreich und der Österreichischen Entwicklungsagentur ADA seit Herbst 2006 im Rahmen des Projektes "Werkstätten für Menschen mit Behinderungen Emanuel" zwei neue Werkstätten für erwachsene Menschen mit Behinderungen zu eröffnen.

Im vorgesehenen Projekt werden die Erfahrungen aus der ersten Projektphase in einer weiteren Tagesheimstätte für 45 erwachsene Menschen mit Behinderungen mit Behinderungen im Alter von 22-53 Jahren in Capljina weitergegeben, sowie die Produktpalette in den bereits existierenden Werkstätten erweitert, wodurch die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse langfristig gesichert werden soll.

Darüberhinaus wird in der zweiten Projektphase ein starker Akzent auf Lobbying, Advocacy und Fundraising gelegt, wozu Schulungen und Praktika für die MitarbeiterInnen angeboten werden. Weiters wird verstärkt in Networking auf nationaler und kantonaler Ebene investiert, um Standards in der Beschäftigung von und mit Menschen mit Behinderungen zu etablieren.

Ziel ist, dass nach dieser zweiten Phase die Projekte großteils ohne Unterstützung aus dem Ausland weitergeführt werden können und so die Lebensbedingungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige nachhaltig verbessert werden.

Projektnummer 8108-08/2009
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.