Pilotprojekt zur Einführung Inklusiver Bildung in 3 Gemeinden im Kanton Tuzla



Projektträger: LICHT FÜR DIE WELT - Christoffel Entwicklungszusammenarbeit Land: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 73.000,00 Beginn: 01.05.2010 Ende: 30.04.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


In dem vorliegenden Projekt sollen - in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung - mit einem Pilotprojekt in drei Gemeinden des Kanton Tuzlas die Weichen in Richtung inklusiver Bildung gestellt werden. Inklusive Bildung geht von der Besonderheit und den individuellen Bedürfnissen eines jeden Kindes aus. Schüler und Schülerinnen sollen unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft miteinander und voneinander in einer Schule für alle lernen. Für Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten oder Behinderung ist Bildung ein wichtiges Fundament, um ein selbstständiges und unabhängiges Leben innerhalb der Gesellschaft führen zu können. Aufgrund des oft mangelnden staatlichen Engagements, existieren häufig Barrieren, die eine qualitative schulische Inklusion von Kindern mit Behinderung verhindern, u.a. mangelnde Ausbildung und Unterstützung von LehrerInnen an öffentlichen Schulen.

Daher werden 365 GrundschullehrerInnen aus 15 Regelschulen in mehreren Weiterbildungsmodulen zum Thema inklusive Bildung fortgebildet und erwerben so die notwendigen Kompetenzen um das Konzept der Inklusiven Bildung zu verstehen und in der Klasse praktisch anzuwenden. Unterstützt werden sie von 15 SonderpädagogInnen, die ebenfalls im Rahmen dieses Projektes weitergebildet und während der Projektlaufzeit laufend von einem Expertenteam von DUGA unterstützt werden. Weitere wichtige Aktivitäten des Projektes sind die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bildungsbereich und die Bewusstseinsbildung in den zuständigen Bildungsinstitutionen und -behörden sowie der Öffentlichkeit über die Vorteile der inklusiven Bildung. Mit einer externen Abschlussevaluierung sollen Rückschlüsse über funktionierende Ansätze und Methoden gezogen werden und in einer Abschlussveranstaltung von den betroffenen Akteuren Empfehlungen für die Ausweitung in andere Regionen erarbeiten werden.

Projektnummer 8108-01/2010
Mittelherkunft OEZA
Sektor Bildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.