Rehabilitierung der Volksschule im Flüchtlingslager Smara



Projektträger: Österreichisches Nord-Süd-Institut für Entwicklungszusammenarbeit GmbH (wurde aufgelöst) Land: North of Sahara, regional/multi-country Fördersumme: € 103.078,00 Beginn: 01.11.2006 Ende: 31.12.2007

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Da die Internationalen Bemühungen um eine Lösung des Westsaharakonflikts während der letzten Jahre keine Rückkehr der seit 30 Jahren in algerischen Flüchtlingslagern lebenden Saharauis in die Westsahara ermöglicht haben, und sich auch gegenwärtig keine entsprechende politische Lösung abzeichnet, müssen praktische Massnahmen getroffen werden, um das Leben in den Lagern so erträglich und menschenwürdig wie möglich zu erhalten. Wesentlich dazu bei trägt eine gute und für alle Mädchen und Buben gleichermassen zugängliche Volksschulbildung.


Die mit österreichischen Mitteln erbaute Volksschule im Flüchtlingslager Smara wurde 1981 aus Fertigteilen errichtet. Von den sechs für jeweils 100 SchülerInnen konzipierten Einzelgebäuden sind heute nach einem Brand vor 10 Jahren noch fünf erhalten, allerdings in einem sehr schlechten und renovierungsbedürftigen Zustand: Fenster und Türen sind zum Grossteil gebrochen, und die Fassaden weisen zahlreiche Risse und Löcher auf. Das abgebrannte Gebäude wurde nicht wieder hergerichtet, sondern durch ein benachbartes Gebäude aus Lehmziegeln mit 4 Klassenzimmern ersetzt. Zusätzlich wurden nach den starken Regenfällen und Überschwemmungen im Februar 2006 die aus Lehmziegeln errichteten Zusatzgebäude (Direktionsgebäude, Lagerraum und Wärterhaus) vollständig zerstört.


Das Projekt ermöglicht die Renovierung der beschädigten Schulinfrastruktur und damit den Schutz der 500 Schüler und 35 Lehrer vor hohen Tagestemperaturschwankungen, Sandstürmen, Wind und Staub. Zusätzlich ist die Rehabilitierung der Stromversorgung, die Neuerrichtung der zerstörten Zusatzgebäude aus Lehmziegeln und die Errichtung eines 5000-Liter Trink- und Nutzwassertanks vorgesehen.

Projektnummer 2463-00/2006
Mittelherkunft OEZA
Sektor Grundbildung
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.