Secure Livelihoods for South Sudanese Refugees and Host Communities in West Nile Region



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Land: Uganda Fördersumme: € 500.000,00 Beginn: 01.09.2017 Ende: 31.08.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Sicherung der Lebensgrundlage von Flüchtlingen und der ansässigen Bevölkerung in der West Nile Region, Uganda. Das Projekt trägt zu den SGDs 1 und 2 bei, indem es die absolute Armut und den Hunger bekämpft.


Erwartete Ergebnisse


Die Nahrungsmittelsicherheit von Flüchtlingen und Host Communities ist erhöht, Einkommensmöglichkeiten eröffnet und Maßnahmen gegen die Abholzung und zum Schutz der natürlichen Ressource gesetzt. Als übergreifende Komponente werden die Erfahrungen, die im Projekt gemacht werden, von HORIZONT3000 aufbereitet und einer Fachöffentlichkeit in Uganda zugänglich gemacht.

 


Zielgruppe


Das Projekt soll in den Bezirken Yumbe und Arua in den Resettlement Areas Rhino und Yumbe umgesetzt werden. Dort leben aktuell rund 460.000 Flüchtlinge, die einheimische Bevölkerung beläuft sich auf 138.000 EinwohnerInnen. Im Projekt werden 975 Haushalte (das entspricht 4.875 Personen bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 5 Personen) als direkte Zielgruppe erreicht. Diese Haushalte umfassen sowohl Flüchtlingshaushalte, denen meist Frauen vorsitzen, als auch einheimische Familien. Weiters werden 750 Mitglieder von Farmer-Gruppen und 225 Mitglieder von Jugendgruppen erreicht. Als indirekte Zielgruppe wird die Gesamtbevölkerung in den beiden Bezirken mit rund 598.000 ausgewiesen.


Maßnahmen


• Aufbau von 30 Farmer Field Schools, Ausbildung von Multiplikatoren, Anlegen von Pflanzungen als Anschauungsbeispiele, Abgabe von Saatgut, Werkzeug, Ausbildung im Gemüseanbau, Weiterverarbeitung und Verkauf, Vernetzung mit Händlern

• Initiierung von Spargruppen, Ausbildung von Kleinbauern in einfachen Methoden der Vermarktung und Unternehmensführung, Vermittlung von Praktikumsplätzen bei Handwerksbetrieben an ausgewählte Jugendlichen, Abgabe von Start-Up Kits, laufende Beratung der Jungunternehmer

• Sensibilisierung der Flüchtlinge über Umweltverschmutzung und Abholzung, Ausgabe von Baumsetzlingen, Ausbildung in der Herstellung von Briketts, Abgabe von energiesparenden Öfen, Initiierung und Begleitung von lokalen Umweltkomitees

• Aufbereitung, Dokumentierung und Teilen von Erfahrungen/ Case Studies, Sharing Event/ Austauschbesuche.

 


Hintergrundinformation


Der Norden Ugandas ist aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung im benachbarten Südsudan, die im Sommer 2016 wieder aufgeflammt ist, mit der größten Flüchtlingskrise der letzten Jahre konfrontiert. Insgesamt haben bislang 1.700.000 Südsudanesen das Land verlassen, davon sind 800.000 nach Uganda geflüchtet. Uganda ist daher gefordert den Flüchtlingen eine längerfristige Lebensperspektive zu bieten und das Zusammenleben mit der ansässigen Bevölkerung zu organisieren. Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 90 Prozent. Förderung im Rahmen des ZGI Calls „Migration & Entwicklung, Flucht, Asyl Rückkehr“.

Projektnummer 2826-00/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Environment: 1, Climate change adaptation: 1, Biodiversity: 1, Desertification: 1, Gender: 1, Poverty: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.