Spezialfonds der Afrikanischen Wasserfazilität (AWF) 2017-2019 - Beitrag 2017



Projektträger: African Development Bank Land: Africa, regional/multi-country Fördersumme: € 500.000,00 Beginn: 01.01.2017 Ende: 31.12.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Insgesamt sollen bis Ende 2025 rund 15 Milliarden Euro an Investitionen für den Wassersektor gehebelt werden. Dadurch sollen Infrastruktur und die Bereitstellung von Dienstleistungen im Bereich der Trinkwasser- und Sanitärversorgung, landwirtschaftlichen Bewässerung, Wasserkraft und Mehrzweck-Wasserspeicher in der Region Afrika finanziert werden.


Erwartete Ergebnisse


Im Rahmen der Pilotprojekte sollen 19.000.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 25.000.000 Menschen Zugang zu Sanitärversorgung erhalten. Darüber hinaus sollen 670.000 ha Land bewässerbar gemacht werden, die Wasserkraftkapazität um 2.100 MW gesteigert und das Volumen von Mehrzweck-Wasserspeichern um 14 Mrd m³ erhöht werden.

 


Zielgruppe


Die ADA leistet 2017-2019 jährlich einen Beitrag von EUR 500.000,00 . Dies entspricht 1% des jährlichen Finanzierungsbedarfs der AWF und kommt somit etwa 48.890 Menschen pro Jahr zugute.


Maßnahmen


Die laufende Strategie der AWF setzt den Schwerpunkt auf die Hebelung von Investitionen (leverage investments) durch folgende strategische Prioritäten:

- Projektvorbereitung (75% des Fond-Budgets)

- Katalytische Investitionen (15% des Fond-Budgets)

- Investment Promotion (10% des Fond-Budgets)


Hintergrundinformation


Die African Water Facility (AWF) wird mit einem Beitrag zum AWF Special Fund für die Laufzeit der aktuellen Strategie-Periode (2017-2025) von 2017 bis 2019 unterstützt. Der neuerliche Beitrag zur AWF erfolgt komplementär zur OEZA Sekundierung eines technischen Beraters für den Bereich Klimawandel und Wasserressourcenmanagement (2352-04/2013).

Die AWF stellt das primäre Finanzierungsinstrument der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) dar, um Investitionen zur Schließung der Finanzierungslücke im Wassersektor zu mobilisieren. Gender, Umwelt und andere Querschnittsmaterie werden bei allen vom Fonds finanzierten Projekten in der Projektvorbereitung, Begutachtung und in der Projektdurchführung entsprechend der Regelwerke der AWF und der AfDB berücksichtigt.


Die Afrikanische Wasserfazilizät (AWF) wurde vom Afrikanischen Ministerrates für Wasser ins Leben gerufen und wird von der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) beherbergt. Zweck der AWF ist es im Sinne der Africa Water Vision 2025 die Wasserversorgungssicherheit auf dem Kontinent zu erhöhen und in diesem Sinne vermehrt Ressourcen für den Bereich Wasserinfrastrukturinvestitionen und grenzüberschreitendes Wasserressourcenmanagement zu hebeln und zu bündeln.

Der Finanzierungsbedarf für die AWF summiert sich über die 9-jährige Strategie Periode auf 450 Mio EUR wovon insgesamt 250 Mio EUR in den AWF Special Fund fließen werden. Damit sollen Investitionen im Umfang von 15 Mrd EUR gehebelt werden, was einem Hebelungsfaktor von 1:60 entspricht.

Projektnummer 2318-00/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied 0
Modalität Basket funds/pooled funding
Marker Environment: 1, Climate change adaptation: 1, Gender: 1, Trade: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.