Stärkung der Resilienz von Gemeinden in Kirimbi



Projektträger: Österreichisches Rotes Kreuz Land: Rwanda Fördersumme: € 123.000,00 Beginn: 01.01.2017 Ende: 31.12.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Verbesserte wirtschaftliche, gesundheitliche und ökologische Resilienz von 8700 Menschen im Kirimbi Sektor (Nyamasheke Distrikt) in Ruanda.


Erwartete Ergebnisse


800 der ärmsten Haushalte in den ausgewählten Gemeinden haben verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie sensibilisiertes Bewusstsein über grundlegende Gesundheitsvorsorge und Ernährung; 1200 Haushalte verfügen über vertieftes Wissen und bessere Praktiken im Bereich der Katastrophenvorsorge sowie des Schutzes und der Wiedernutzbarmachung von landwirtschaftlichen Flächen; Bereits bestehende und neue Frauenkooperativen verfügen über erhöhte Produktivität im Bereich Viehzucht, Landwirtschaft und anderer Einkommensquellen; Bestehende und neue Frauenkooperativen haben verstärkte rechtliche und technische Managementfähigkeiten.


Zielgruppe


8.500 direkte und indirekte Begünstigte (1.830 Haushalte) in Cyimpindu, Gihombo und Kirimbi; 800 Haushalte (rund 3700 Menschen) profitieren von Wasserversorgung, Gesundheitsförderung, Katastrophenvorsorge und Wiedernutzbarmachung von landwirtschaftlichen Flächen in Cyimpindu. 400 Haushalte (rund. 1.900 Menschen) in Cyimpindu, die bereits über Zugang zu Wasser verfügen, profitieren von Katastrophenvorsorge und Schutz/Wiedernutzbarmachung von landwirtschaftlichen Flächen; 240 besonders benachteiligte alleinstehende Frauen in Cyimpindu und ihre Familien profitieren wirtschaftlich und sozial durch Kooperativen-Aufbau und Stärkung ihrer landwirtschaftlichen und anderer wirtschaftlichen Tätigkeiten; 630 alleinstehende Frauen mit ihren Familien in Gihombo und Kirimbi sind bereits in Kooperativen organisiert und profitieren von diesem Projekt durch Kapazitätsstärkung der Kooperativen.


Maßnahmen


Bewusstseinsbildung bez. Gesundheitsvorsorge zu Themen wie Hygiene Praktiken, ausgewogener Ernährung und der Notwendigkeit von Latrinen; systematische Hausbesuche um die Umsetzung des Gelernten zu sichern; Bau / Reparatur von kleinen Wasser-Systemen; Anlegen von 20 Modell Gemüsegärten; regelmäßige Kochkurse in den Dörfern, um ausgewogene Nahrung und geeignete Kochverfahren zu fördern; Organisation von Kulturevents in den Dörfern und Schulen um auf Gesundheitsthemen aufmerksam zu machen; Bewusstseinsbildung über die Konsequenzen von Abholzung und möglicher Präventionsmaßnahmen; Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen durch Terrassierung und Aufforstung von 50 ha Land; Training von Rot Kreuz Einheiten für Katastropheneinsätze; Neue und bereits existierende Kooperativen erhalten Schweine als Startkapital. Sie werden weiters unterstützt in veterinärmedizinischer Versorgung, dem Anlegen von Bewässerungssystemen, der Nutzung von biologischem Dünger und anderer Methoden der Bodenfruchtbarkeitsverbesserung sowie in energie- und feuerholzschonenden Kochmöglichkeiten; Trainings in den Bereichen Finanzmanagement, Recht, Value Chain Management und verbessertem Zugang zu Märkten.


Hintergrundinformation


Nyamasheke/ Kirimbi, ein Distrikt im Südwesten Ruandas und Zielgebiet dieser Intervention, ist eine der ärmsten Regionen in Ruanda. (mit einer Armutsrate von 62%, einer Nahrungsmittelunsicherheit von 35%, einem Mangel an sauberem Wasser für 40% der Bevölkerung und hohes Vorkommen an Naturkatastrophen/ Umweltzerstörung wie Erosion und Muren Abgängen)

Projektnummer 2319-09/2017
Mittelherkunft OEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Environment: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.