Stärkung des Selbstbewusstseins und der Netzwerkbildung für eine bessere Inklusion



Projektträger: Interkulturelles Zentrum Land: Central Asia, regional/multi-country Fördersumme: € 133.200,00 Beginn: 01.07.2015 Ende: 31.10.2017

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist das ‚Empowerment‘ von benachteiligten Kindern und deren Familien in Armenien und Georgien hinsichtlich einer aktiven und gleichberechtigten Beteiligung an gemeinschaftlichen und sozialen Entwicklungsprozessen.


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Ergebnisse:

1) Benachteiligte Kinder in Armenien und Georgien haben Selbstvertrauen, Kapazitäten und Fertigkeiten hinsichtlich Anwaltschaft und bürgerlicher Teilhabe entwickelt.

2) LehrerInnen, Dienstleister, lokale Autoritäten, JournalistInnen haben Bewusstsein für und Wissen zu den Themen "benachteiligte Kinder und ihre Rechte", ethischer Umgang mit Kommunikationsmitteln (z.B. bei der Darstellung von Kindern in Medien) erhöht.

3) Verbesserte Netzwerke und verbesserter Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Region.

4) Stärkung der insgesamt 12 "community clubs" hinsichtlich von Kindern gesteuerten anwaltschaftlichen und (kreativen) Bewusstseinsmaßnahmen.


Zielgruppe


Zielgruppe:

Armenien: mindestens 720 benachteiligte Kinder, 250 Kinder (‚peers‘), 100 JournalistInnen, 150 LehrerInnen/SchuldirektorInnen, 25 GemeindevertreterInnen.

Georgien: 360 SchülerInnen (aus 18 öffentlichen Schulen), 115 Kinder mit Behinderung (aus 8 Sonderschulen), 75 Binnen- und Wirtschaftsflüchtlinge, 200 Kinder der Roma und Mescheten-Minderheiten, 100 JournalistInnen, 150 LehrerInnen/SchuldirektorInnen.

Insgesamt ca. 2.250 direkte Begünstigte.


Maßnahmen


Maßnahmen:

Trainings für Kinder in den Bereichen Leadership, Anwaltschaft, öffentliches Auftreten, Medien; Kurse in „Oral History“ (der Roma und Mescheten); Theaterworkshops; Sommer-Workshops;

Workshops für SchlüsselakteurInnen im Bereich „Rechte-basierter Ansatz zu Bildungs- und Sozialdienstleistungen; Medientrainings für LehrerInnen; Workshops für JournalistInnen zu den Themen Kinderrechte, ethischer Umgang mit Kommunikationsmitteln;

Theateraufführungen; Durchführung von Medienkampagnen, Anwaltschaft-Kampagnen, Geschichtekonferenzen;

Mediencamp für Kinder, ExpertInnen, TrainerInnen, BetreuerInnen; Fotoausstellung.


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation

Benachteiligte Kinder in den Projektregionen sind nach wie vor mit Stigmatisierung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Problemen im sozialen und Bildungsbereich (dies betrifft insbesondere Angehörige der Roma- und Mescheten-Minderheiten in Georgien) konfrontiert. Schulen sind schlecht oder gar nicht auf das Thema Inklusion vorbereitet bzw. schenken dem Thema wenig Beachtung. Generell existieren kaum Möglichkeiten für Kinder, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in von ihnen selbst geleiteten Initiativen einzusetzen. Schlüsselpersonen (LehrerInnen, JournalistInnen, Anbieter von sozialen Dienstleistungen, VertreterInnen relevanter Gemeindeausschüsse) verfügen über zu wenig Wissen und Bewusstsein zu den Themen Menschenrechte und Methoden der Inklusion. Die Darstellung benachteiligter Kinder in den Medien verfestigt bestehende Stereotypen, Vorurteile und Verhalten gegenüber Kindern mit Behinderung. Die öffentliche Hand bietet kaum bis keine wirksamen Möglichkeiten in den Bereichen non-formale Bildung und Sozialleistungen an.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 49,98 Prozent.

Projektnummer 8108-06/2015
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Democracy: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.