Technical Assistance on Use of Non Conventional Water Sources in Gaza



Projektträger: Palestinian Water Authority Land: Palestinian Territories Fördersumme: € 1.000.000,00 Beginn: 01.11.2008 Ende: 31.12.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Eine mit Unterstützung der OEZA durchgeführte Analyse des Wassersektors im Gazastreifen hat ergeben, dass insbesondere die starke Übernutzung des Grundwasserkörpers - vor allem durch die Landwirtschaft - sowie aus ökologischer Sicht die Ableitung von ungeklärten Abwässern ins Mittelmeer massive Probleme darstellen. Aufgrund der Übernutzung kommt es zu einer starken Absenkung des Grundwasserspiegels und in weiterer Folge zu Salzwasserintrusionen sowie durch die ungeklärten Abwässer zur Verschmutzung der Küsten und der Meeresökosysteme.


Ein Potential für den Wassersektor im Gazastreifen sowie zugleich eine Möglichkeit des verstärkten Umweltschutzes in der Mittelmeer-Region liegt in der Nutzung der so genannten "nichtkonventionellen Wasserressourcen". Diese bestehen in der Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser sowie von abgeleitetem, städtischem Regenwasser ("stormwater") für die landwirtschaftliche Bewässerung. Diese Verwertung bedeutet weniger Druck auf die natürlichen Ressourcen, die Möglichkeit einer Rehabilitierung des Grundwasserspiegels sowie den Schutz der Küsten- und Meeresökologie.


Unter Berücksichtigung der klimatischen Entwicklung und der jetzt schon gegebenen Wasserknappheit im Gazastreifen wird es notwendig sein, eine Organisation zu schaffen, die mit der Bewirtschaftung und Verteilung dieser neuen Ressourcen betraut wird. Durch das OEZA-Projekt "Technical Assistance on Use of Non-Conventional Water Sources" werden eine solche Organisation aufgebaut und die notwendige institutionelle und rechtliche Reform für die Wiederverwertung von Abwässern und Regenwasser unterstützt. Weiters werden Tarifsysteme vorbereitet und für beide Ressourcen Pilotprojekte durchgeführt.

Projektnummer 2560-01/2008
Mittelherkunft OEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.