Wirtschaftliche Stärkung von jungen Frauen und Männern in Simbabwe



Projektträger: Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe Österreich Land: Zimbabwe Fördersumme: € 250.000,00 Beginn: 01.02.2018 Ende: 31.01.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt hat zum Ziel, zu Armutsminderung und nachhaltigen Einkommensgrundlagen im Distrikt Zvishavane (Zimbabwe) beizutragen. (Beitrag zu SDGs 2 - End hunger, achieve food security and improved nutrition and promote sustainable agriculture, 5 - Achieve gender equality and empower all women and girls)


Erwartete Ergebnisse


1. Gestiegene Produktivität in ausgewählten Wertschöpfungsketten (hochwertige Gemüsesorten, Getreide, Viehwirtschaft und Honig)

2. Gestärkte Marktsysteme in den ausgewählten Wertschöpfungsketten durch Ausbildung und Vernetzung mit dem Privatsektor

3. Schaffung von nachhaltigen und angemessenen Arbeitsmöglichkeiten für junge Frauen und Männer


Zielgruppe


1) Wertschöpfungskette Gemüseanbau: 11 Schulen (4564 SchülerInnen), 600 Gruppenmitglieder von Gemeinschaftsgärten, 500 ProduzentInnen und Mitglieder der vier Haupt-Bewässerungssysteme in Zvishavane (Mabwematema, Bwedzedze, Bannockburn and Mupani)

2) Wertschöpfungskette Kleinvieh: 440 Eltern

3) Wertschöpfungskette Honig: 100 Frauen und Männer – “benachteiligte Menschen” (z.B. Kinder, Ältere Menschen, Menschen mit einer Behinderung)

4) Kleine Getreidesorten: 1000 BäuerInnen erhalten Unterstützung, die Produktion von kleinen Getreidesorten weiterzuführen und zu kommerzialisieren.

5) 20 ProjektteilnehmerInnen werden unterstützt, gewinnversprechende Geschäftsideen umzusetzen und Kleinunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu starten. Dies soll Arbeitsplätze für mindestens 600 Personen in den Dörfern schaffen (z.B. durch Wertschöpfung im Bereich Weiterverarbeitung, Sortierung und Verpackung von Produkten).


Maßnahmen


Kapazitätsentwicklung für KleinbäuerInnen (Viehproduktion, Produktion kleiner Getreidesorten, Gemüseanbau, Honigproduktion); Verlinkung von KleinbäuerInnen mit nachhaltigen Märkten, Einführung neuer marktorientierter Praktiken/Technologien, Errichtung von Informations- und Sammelzentren, Einrichtung eines Multi-Stakeholder Forums auf Distriktebene um die Interaktion der Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette zu fördern; Errichtung und Stärkung von 20 Kleinunternehmen entlang der Wertschöpfungskette; Mentoring und Training in Unternehmertum; Schaffung von Zugang zu Kleinkrediten und Bewerbung und Ausbildung in Dorf-Spar-und-Kleinkredit-Vereinen.


Hintergrundinformation


Mindestens 70 Prozent der Bevölkerung Simbabwes lebt in ländlichen Gebieten und bezieht ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft. ADRA hat in der Region in den vergangenen Jahren größere Projekte im Bereich Nahrungshilfe und Nahrungssicherheit durchgeführt, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm. Im Rahmen dieser Projekte wurden Gemeinschaftsgärten angelegt, die zur Ernährungssicherung der Bevölkerung beitragen und ein Einkommen erwirtschaften sollen. Diese Gärten benötigen jedoch eine Steigerung ihrer Produktivität und Produktqualität, Ausweitung der Bewässerung, sowie eine Verlinkung zu Märkten (Privatsektor) und Optimierung der Wertschöpfungskette auf logistischer, politischer und wirtschaftlicher Seite. An diesem Punkt setzt das Projekt an.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 56,16 Prozent.

Projektnummer 2319-07/2018
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.