Zukunftsgestaltung Myanmar: Befähigung zivilgesellschaftlicher Organisationen



Projektträger: Österreichische Caritaszentrale Land: Myanmar Fördersumme: € 49.500,00 Beginn: 01.01.2016 Ende: 30.06.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Oberziel des Projekts ist es, die Einrichtung einer aktiven demokratischen Gesellschaft in ethnisch kritischen Regionen in Myanmar zu fördern. Die institutionellen Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs) in den drei Gebieten Kachin, Kayah und Shan States werden im Hinblick auf unternehmerische und technische Fähigkeiten, Forschung und Interessenvertretung gestärkt. Plattformen für CSOs werden gegründet, um gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und anwaltschaftlich tätig zu sein und um die Entwicklung und Umsetzung von Gesetzen, Politiken und Programmen zu beeinflussen.

 


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Resultate:

1: Mindestens 25 CSOs in Projektgebieten haben verbesserte Kapazitäten bezüglich Personal, Regierungsführungs- (‚governance‘) Systeme, Rechenschaftspflicht (‚accountability‘), Organisationsmanagement, Forschung, evidenzbasierte Interessenvertretung und Recht, Politiken und Programme.

2: Partner-CSOs implementieren und lernen aus Projekten, die über Zuschüsse (‚Sub-grants‘) finanziert werden.

3: 4 CSO Netzwerke in den drei Projektgebieten und 1 CSO-Netzwerk auf Nationalebene haben ihre Kapazitäten verbessert, um evidenzbasierte Interessensvertretung betreffend Gesetze und Richtlinien, welche Einfluss auf das Leben der Zielgemeinden haben, zu leisten.

4: CSOs nehmen an der Überprüfung, Befürwortung und am Monitoring der Formulierung und Umsetzung von Gesetzen und öffentlichen Politiken teil.

5: Wissen über bewährte Verfahren, Forschung wurde erzeugt und Policy-Briefings wurden weitgehend verbreitet.

6: Beziehungen zwischen CSOs, lokalen Behörden, Parlamentariern und Medien wurden verstärkt.

 


Zielgruppe


Zielgruppen:

25 CSOs und 4 CSO Netzwerke, die Zuschüsse erhalten und deren Kapazitäten entwickelt werden.

Finale Begünstigte:

Rund 80.000 Angehörige vulnerabler ethnischer Minderheiten (darunter Frauen und Kinder); Regierungspersonal und Parlamentarier in den drei Projektgebieten und auf nationaler Ebene; ausgewählte Medien.

 


Maßnahmen


Maßnahmen:

1. Durchführung von Workshops zu Organisationsentwicklung, Assessment der Bedürfnisse im Bereich Kapazitäten-Aufbau, Ausarbeiten von Plänen zur Organisationsentwicklung, Workshop zu Management / Recherche / Anwaltschaft, Coaching und Mentoring, Erfahrungsaustausch, Forum, Registrierung.

2. Gewährung von ‚Sub-grants‘ und Orientierung für Partner, Unterstützung bei der Ausarbeitung von Anträgen, Durchführung der Subgrants-Aktivitäten, Review.

3. Meetings, Asssessment Kapazitäten der Netzwerke, Aufbau/Stärkung von Netzwerken und ihren Fähigkeiten.

4. Einigung auf Rahmen der Zusammenarbeit, anwaltschaftliche Aktivitäten (z.B. Beratung in Gemeinden, Teilnahme an wichtigen Konferenzen, etc.).

5. Implementierung von Koordinationsmechanismen, regelmäßige Koordinationstreffen, Verbreitung von Dokumentationen zu best practice / Erfahrungen / policy recommandations.

6. Aufbau von Verbindungen zu lokalen Behörden / Parlamentariern und Medien, von Kapazitäten von CSOs in der Kommunikation mit lokalen Behörden / Parlamentariern und Medien, Wissensaustausch mit lokalen Behörden / Parlamentariern und Medien (Meetings, Konferenzen, Policy briefings, etc.).

Mentoring- und Coachingansätze für CSOs und Netzwerke beinhalten die Förderung von Genderanalysen und Geschlechtergleichheit als eine breit angelegte organisationstechnische Strategie, um sicherzustellen, dass Frauen in Entscheidungsfindungsprozessen eingebunden werden. Viele CSOs sehen Geschlechtergleichheit und –gerechtigkeit als integralen Bestandteil ihrer Arbeit und werden von Frauen geleitet. Das Stärken der CSOs soll auch die Kapazitäten von Frauen und die Effektivität von Strategien, die Frauen fördern, festigen.

 


Hintergrundinformation


Hintergrund:

CSOs spielen im Demokratisierungsprozess in Myanmar eine zentrale Rolle. Sie sollen in politischen und sozialen Prozessen stärker eingebunden werden, um ein nachhaltiges Wachstum und Verfügbarkeit von sozialen Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Kooperationen der CSOs mit lokalen Behörden und deren Aufgaben ist ein essentieller Erfolgsfaktor für die Entwicklung ganzer Regionen. Allerdings bestehen noch Mängel in den organisatorischen Fähigkeiten von CSOs, sowie deren Vernetzung zur Stärkung ihrer Stimme.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 3 Prozent.

 

Projektnummer 2325-05/2016
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Democracy: 2, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.