
- © by: OEZA/Stefan Pleger
Bildung
Immer mehr Menschen - vor allem Mädchen und Frauen - den Zugang zu Bildung zu ermöglichen ist Ziel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Zwar konnten im Bereich Grundschule und berufliche Bildung in den letzten Jahren einige Erfolge erzielt werden. Aber noch immer können weltweit rund 80 Millionen Kinder keine Schule besuchen.
Hochschulbildung stärken
Nach wie vor ist also die Sicherstellung der Aktionsplan "Grundbildung für Alle" (Dakar Framework of Action, 2000) vorrangiges Thema der Internationalen Gemeinschaft. Neben der Herausforderung allen Kindern dieser Welt den Zugang zu Grundschulen zu ermöglichen, steigt gleichzeitig die Nachfrage nach Berufsbildung und Hochschulbildung. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit setzt genau hier an. Denn ein gut funktionierendes und effizientes System der Hochschulbildung ist Voraussetzung für die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele sowie die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Gut ausgebildete Menschen decken den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften vor Ort und sind auf die Erfordernisse der globalen Wissensgesellschaft bestens vorbereitet. Deshalb setzt die OEZA auf die Stärkung von Bildungsinstitutionen und unterstützt den Aufbau von Fachkompetenz. Zu diesem Thema gibt es eine neue Strategie der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Wissenschafts- und Forschungskooperation
Neben einem breiten Zugang zu Bildung engagiert sich Österreich in seinen Partnerländern für die Entwicklung und Sicherung der Qualität im Bildungssektor. In Südosteuropa etwa werden die Reformprozesse der Universitäten unterstützt. Studierendenwettbewerbe und Stipendienprogramme fördern den internationalen Wissensaustausch. Durch Kooperationen im Forschungssektor soll die wissenschaftliche und technologische Abhängigkeit der Entwicklungsländer überwunden und das Nord-Süd-Gefälle verringert werden. Die OEZA fördert weiters Süd-Süd-Kooperationen sowie den Aufbau von Netzwerken zwischen Universitäten in Österreich und den Partnerländern der OEZA zur Stärkung von Know-how-Transfer.
Berufsbildung und Arbeitsmarkt
Berufliche Bildung zielt darauf ab, Zugang zu angemessen bezahlter Arbeit zu schaffen und Perspektiven auf eine produktive Beschäftigung zu eröffnen. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt daher die Entstehung und Stärkung moderner nationaler Systeme für berufliche Bildung. Schulische und außerschulische Bildungsmaßnahmen zum Erwerb von beruflichen Kenntnissen und Fertigkeiten sind insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Regionen von Bedeutung. Dies wird von der OEZA besonders berücksichtigt.
Prinzipien der Zusammenarbeit im Osten und Süden
In ihren Programmen und Projekten orientiert sich die OEZA an den Entwicklungs-, Bildungs- und Wissenschaftsstrategien der Partnerländer und arbeitet mit anderen bilateralen Gebern, multilateralen Organisationen, Fachgremien und der Europäischen Union zusammen. Besonderes Augenmerk legt Österreich auf die Nachhaltigkeit seiner Programme. Nur so kann ein dauerhafter Entwicklungsprozess gewährleistet werden.



