Als wesentlicher Faktor für Armutsminderung und nachhaltige Entwicklung kann Bildung zur sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklung einen zentralen Beitrag leisten. Gut ausgebildete Menschen haben bessere Chancen auf Beschäftigung und Beteiligung an der gesellschaftlichen Entwicklung. Neben der Entwicklung und Sicherung der Qualität im Bildungssektor engagiert sich Österreich für Inklusion. Noch mehr Menschen den gleichberechtigten Zugang zu Berufs- und Hochschulbildung zu ermöglichen ist ein Ziel der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung

Ein gut funktionierendes und effizientes Hochschulsystem ist Voraussetzung für die Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele sowie die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Gut ausgebildete Menschen decken den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften vor Ort und sind auf die Erfordernisse der globalen Wissensgesellschaft bestens vorbereitet. Deshalb setzt die ADA auf die Stärkung von Bildungsinstitutionen und unterstützt den Aufbau von Fachkompetenz. 

Durch Kooperationen im Forschungssektor soll die wissenschaftliche und technologische Abhängigkeit der Entwicklungsländer überwunden und das Nord-Süd-Gefälle verringert werden. Die ADA fördert Süd-Süd-Kooperationen sowie den Aufbau von Netzwerken zwischen Universitäten in Österreich und den Partnerländern. In diesem Sinn stärkt das Hochschulkooperationsprogramm APPEAR die institutionellen Kapazitäten von Hochschulen in den Bereichen Lehre, Forschung und Management.

Berufsbildung und Arbeitsmarkt

Berufliche Bildung schafft Zugang zu angemessen bezahlter Arbeit und eröffnet Perspektiven auf eine produktive Beschäftigung. Die ADA unterstützt daher die Entstehung und Stärkung moderner nationaler Systeme für berufliche Bildung. Die Zusammenarbeit zwischen Bildungssektor, Wirtschaft und Interessensvertretungen gewinnt dabei an Bedeutung. 

Praxisnähe und die Orientierung am Bedarf des Arbeitsmarktes kennzeichnen ADA-unterstützte, maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungsangebote auf schulischer und außerschulischer Ebene. Das Lernen direkt im Betrieb ist dabei ein wichtiger Aspekt. Der Erwerb von beruflichen Kenntnissen und Fertigkeiten spielt besonders für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Regionen eine große Rolle. 

Prinzipien der Zusammenarbeit

In ihren Programmen und Projekten orientiert sich die ADA an den Entwicklungs-, Bildungs- und Wissenschaftsstrategien der Partnerländer und arbeitet mit anderen bilateralen Gebern, multilateralen Organisationen, der Europäischen Union, Fachgremien, Institutionen des Bildungssektors sowie mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Besonderes Augenmerk legt Österreich auf die Bedarfsorientierung und Nachhaltigkeit seiner Programme, um einen dauerhaften Entwicklungsprozess zu gewährleisten.