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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.weitere öffentliche Akteure >>

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Energie
Einweihungsfeier Solarstation in Nicaragua mit Kindern
© ADA

Noch immer hat ein Drittel der Weltbevölkerung - das sind rund 2,4 Mrd. Menschen - keinen Zugang zu verlässlichen Energiequellen und -dienstleistungen. Die ärmsten Länder der Welt decken 90 Prozent ihres Energiebedarfs durch das Verbrennen von Holz, Kohle, Viehdung und landwirtschaftlichen Abfällen.

Der Energiebedarf steigt

Zahlreiche Entwicklungsländer befinden sich in einer latenten Energiekrise. Versorgungsengpässe, fluktuierende Preise für fossile Brennstoffe, Missmanagement, veraltete Technologien und fehlende Planungskapazitäten sind die Probleme. Ländliche Regionen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder und Minderheiten sind von den Folgen der Energiekrise besonders betroffen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass durch die fortschreitende Entwicklung der Energiebedarf bis 2030 weltweit um 60 Prozent zunehmen wird. Zwei Drittel dieses Anstiegs werden von Entwicklungsländern ausgehen.

Energieversorgung und Klimawandel

Gleichzeitig ist der Energiesektor ein bedeutender Mitverursacher des globalen Klimawandels und lokaler Umweltverschmutzungen. Setzten die Entwicklungsländer den einseitig auf fossile Brennstoffe konzentrierten Weg der Energiegewinnung fort, sind weit reichende ökologische Folgen zu erwarten. Durch den Klimawandel besteht schon jetzt die Gefahr, dass erreichte Entwicklungserfolge sowie bestehende Infrastruktur in Entwicklungsländern zerstört werden.

Nachhaltige Lösungen

Um diese komplexen Herausforderungen im Energiesektor zu meistern, braucht es nachhaltige Lösungen. Die Gestaltung entsprechender Politiken und der Einsatz sauberer Technologien sind wichtige Anknüpfungspunkte. Eine weitsichtige Energiepolitik sollte Entwicklung fördern und gleichzeitig Kriterien wie Umweltverträglichkeit und soziale Gerechtigkeit berücksichtigen. In vielen Entwicklungsländern besteht ein großes Potenzial an erneuerbarer Energie und Energieeffizienz. Aufgrund technischer, finanzieller und institutioneller Barrieren bleiben diese aber in vielen Fällen ungenutzt.

Lokale Potenziale nutzen

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) hilft ihren Partnerländern in Afrika, Asien, Südosteuropa und Zentralamerika, die vorhandenen Potenziale und Chancen im Energiesektor zu nutzen. Zugang zu leistbaren, verlässlichen und nachhaltig gestalteten Energiedienstleistungen zu schaffen ist primäres Ziel der OEZA. Es werden nur Projekte und Programme unterstützt, die diesen Qualitätskriterien entsprechen und direkt oder indirekt armutsreduzierend wirken. Die Schwerpunkte der OEZA liegen insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Konkret unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit im Energiesektor folgende Aktivitäten:

  • Projektentwicklung (z.B. Grundlagenstudien, Machbarkeitsstudien)
  • Kleinere Investitionen (z.B. kleine Wasserkraft, solarthermische Anlagen)
  • Maßnahmen zur Sicherung der Projektnachhaltigkeit (z.B. Tarif- und Betreibermodelle)
  • Politikentwicklung (z.B. nationale oder regionale Energiepolitiken)
  • Kapazitätsbildung (z.B. Ausbildung, Know-how-Transfer, CDM-Anwendung)
  • Bewusstseinsbildung (z.B. Konferenzen wie das Global Forum on Sustainable Energy)
  • Angewandte Forschung