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Energie
© ADA
Einweihungsfeier Solarstation in Nicaragua mit Kindern

Nicht alle Menschen haben in ihrem Alltag fast ständig Elektrizität zur Verfügung. Strom aus der Steckdose ist in Österreich selbstverständlich. Weltweit haben jedoch 1,3 Milliarden keinen Zugang zu Strom und 3 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberen, gesundheitlich unbedenklichen Kochmöglichkeiten. In den ärmsten Ländern der Welt macht traditionelle Biomasse wie Holz, Kohle, Viehdung und landwirtschaftliche Abfälle zum Kochen oder Heizen 90 Prozent der Haushaltsenergie aus - mit weitreichenden ökologischen und gesundheitlichen Folgen.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich seit Jahren für eine bessere und nachhaltige Energieversorgung insbesondere in Sub-Sahara Afrika, in Bhutan, und in Zentralamerika. Mit der Initiative "Nachhaltige Energie für alle" treibt VN-Generalsekretär Ban Ki-Moon seit 2011 die internationale Debatte über voran: Bis 2030 sollen alle Menschen Zugang zu moderner und sauberer Energie bekommen. Die Energieeffizienz sowie der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix sind zu verdoppeln.

Der Energiebedarf steigt

Zahlreiche Entwicklungsländer befinden sich in einer latenten Energiekrise. Versorgungsengpässe, fluktuierende Preise für fossile Brennstoffe, Missmanagement, veraltete Technologien und fehlende Planungskapazitäten sind die Probleme. Ländliche Regionen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder und Minderheiten sind von den Folgen der Energiekrise besonders betroffen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass durch die fortschreitende Entwicklung der Energiebedarf bis 2035 weltweit ein Drittel zunehmen wird. Der Großteil dieses zusätzlichen Bedarfs wird von Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen. Hier sind rasche Lösungen gefragt.

Energieversorgung und Klimawandel

Die Gewinnung von Energie ist zudem oft mit Umweltverschmutzung verbunden. Nach wie vor setzen alle Staaten massiv auf fossile Brennstoffe. Der Klimawandel, der vor allem von der Nutzung fossiler Energie mitausgelöst wird, zerstört bereits erreichte Entwicklungserfolge.

Nachhaltige Lösungen

Um die komplexen Herausforderungen im Energiesektor zu meistern, braucht es nachhaltige Lösungen. Eine weitsichtige Energiepolitik muss Entwicklung fördern und gleichzeitig Kriterien wie Umweltverträglichkeit und soziale Gerechtigkeit berücksichtigen. In vielen Entwicklungsländern besteht ein großes Potenzial an erneuerbarer Energie und Energieeffizienz. Aufgrund technischer, finanzieller und institutioneller Barrieren bleiben diese aber oft ungenutzt.

Lokale Potenziale nutzen

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hilft Institutionen in Entwicklungsländern, die vorhandenen Chancen von erneuerbaren Energien zu nutzen. Zugang zu leistbaren, verlässlichen und nachhaltig gestalteten Energiedienstleistungen zu schaffen ist primäres Ziel.

Konkrete Aktivitäten der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Energiesektor:

  • Aufbau eines Zentrums für erneuerbare Energien und Energieeffizienz für 15 westafrikanische Länder
  • Solarwärme-Demonstrationsanlagen und Know-How Transfer im südlichen Afrika
  • Pilotanlagen und Machbarkeitsstudien zu erneuerbarer Energie in 8 Ländern Zentralamerikas und 12 Ländern in Sub-Sahara Afrika
  • Unterstützung von österreichischen Unternehmen bei Investitionsvorhaben in Entwicklungsländern im Bereich Erneuerbare Energie
  • Zuschüsse und Training der Institutionen in Bhutan für den Bau von 4 Wasserkraftwerken