Home Logo Print

Navigation allgemein


Navigation Informationen



Wo bin ich?


Kinder ziehen mit UN-Peacekeeper an einem Strang
© by: UN/Logan Abassi

Friedenssicherung und Konfliktprävention

Entwicklung und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden: Einerseits sind Friede und Stabilität die Voraussetzung für Entwicklung und Wohlstand. Andererseits leisten Armutsminderung und die dauerhafte Verbesserung der Lebensverhältnisse einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von gewaltsamen Konflikten. Friedenssicherung ist daher ein Hauptziel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA).

Konflikte meiden, Frieden fördern

Österreich setzt bei der Friedenssicherung auf präventiv strukturelle Maßnahmen und engagiert sich für den gleichberechtigten Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu Ressourcen sowie für die Einhaltung der Menschenrechte und die Teilhabe an demokratischen Prozessen.


Konkret hat die OEZA für diesen Bereich vier Schwerpunkte festgelegt:

  • Konfliktsensitives Vorgehen in der Programm- und Projektarbeit um gewaltverschärfende Wirkungen zu vermeiden und die Ursache des Konfliktes durch das OEZA-Vorhaben nicht zu verstärken.
  • Regionale, subregionale und lokale Organisationen, die sich für Frieden und Konfliktlösung einsetzen, werden gefördert.
  • SoldatInnen und KindersoldatInnen werden bei der Rückkehr in die Gesellschaft unterstützt. Besonderes Augenmerk legt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit bei den durch Konflikte entwurzelten Gruppen auf Menschen mit Behinderung, Kinder und Frauen.
  • Der Justizbereich wird durch Justiz-, Gesetzes- und Sicherheitssektorreformen gestärkt.

Stärkung der Frauen

Frauen und Männer spielen als soziale Akteure in Konfliktsituationen unterschiedliche Rollen. Um die Einbindung von Frauen und deren Anliegen in alle Phasen von Friedensprozessen zu fördern, hat die österreichische Bundesregierung im August 2007 einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der VN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 beschlossen. 2008 finanzierte Österreich eine Studie zum Thema Frauen in bewaffneten Konflikten (Enhancing the EU Response to Women and Armed Conflict) mit.

Weltweiter Frieden

Ihre friedenssichernden Maßnahmen stimmt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit stets mit der EU und der internationalen Gebergemeinschaft insbesondere durch einen regen Austausch in der OECD Arbeitsgruppe für Friedenssicherung ab. Nationale Strategien und Politiken, Poverty Reduction Strategy Papers (Armutsreduzierungsstrategien), bei denen sich die Weltbank um ein konfliktsensitiveres Vorgehen bemüht, und andere nationale Entwicklungsstrategien werden in der Planung von Programmen und Projekten berücksichtigt.