Teilen btn_sharing

Suche

Inhalte der Website durchsuchen

suche / search

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

Sie investieren in die Märkte der Zukunft?

Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.

mehr >>

Gender
Frau in Senegal macht eine starke Faust
© ADA

Die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und das Empowerment von Frauen sind ein Schlüssel zu Armutsminderung, Wirtschaftswachstum und sozialer Entwicklung. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) richtet deshalb alle Programme und Projekte darauf aus, dass sie einen Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit leisten.

Empowerment und Gleichstellung

Konkret bedeutet das, Maßnahmen zu setzen, damit Mädchen und Frauen eine bessere Bildung sowie fairen Zugang zu Ressourcen wie Land, Einkommen oder Kapital erhalten und ihre Arbeitsüberlastung verringert wird. Erreicht werden diese Ziele durch eine erhöhte Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen, und zwar von der dörflichen bis zur nationalen Ebene.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist die Verhinderung von Gewalt an Frauen und Mädchen. Die OEZA setzt sich vor allem in Südosteuropa vehement gegen Frauen- und Mädchenhandel ein und fördert auch in anderen Partnerländern die Mitsprache von Frauen in der Friedenssicherung. So ist die Umsetzung der VN-Sicherheitsratresolutionen 1325 und 1820 und ihre Folgeresolutionen 1888, 1889 und 1960 zu Frauen, Frieden und Sicherheit für die OEZA sehr wichtig.

Gender Mainstreaming als Strategie

Entwicklungszusammenarbeit soll einen wertvollen Beitrag zur Korrektur von geschlechtsspezifischer Diskriminierung, insbesondere von Frauen und Mädchen leisten. Diesem Ziel hat sich auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit verschrieben. Bei allen Projektvorschlägen wird eine so genannte Genderprüfung durchgeführt, die untersucht, ob das jeweilige Projekt zur Geschlechtergleichstellung beiträgt. Gegebenenfalls werden verbindliche Empfehlungen in den Projektvertrag mit aufgenommen.

In fünf verschiedenen Arbeitsbereichen setzt sich die OEZA für die Ziele der Geschlechtergleichstellung und des Empowerment von Frauen ein:

  • Politikdialog: In Zusammenarbeit mit den Partnerländern werden die nationalen Prioritäten aus den Frauenrechtskonventionen (CEDAW) und der Aktionsplattform von Peking erarbeitet.
  • Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen: In internationalen Gremien der VN, OECD, OSZE, EU und der IFIs tritt die OEZA für Geschlechtergleichstellung und Empowerment von Frauen ein und setzt sich für die Umsetzung der Maßnahmen ein.
  • Kapazitätenaufbau in staatlichen Organisationen: Die OEZA unterstützt den Austausch zwischen Frauenministerinnen, Parlamentarierinnen und Frauenbeauftragten der Partnerländer und Österreichs. Sie berät die zuständigen Gremien beim Erstellen gesetzlicher Maßnahmen und unterstützt die Gender Focal Points in den Ministerien, parlamentarischen Frauenklubs und  Geschlechtergleichstellungskommissionen.
  • Budgethilfe: Durch gezielte Förderung ökonomischer und sozialer Sektoren können mittels Budgethilfe die Grundsätze der Geschlechtergleichstellung verwirklicht werden. Um das Prinzip der Geschlechtergleichstellung in die Zuteilung von öffentlichen Geldern einzubringen und die Partizipation von Frauen an Budgetentscheidungen zu fördern, ist Gender Budgeting ein effektives Instrument. Die Checklist "Making Budgets Gender-Sensitive: A Checklist for Programme-Based Aid" soll bei schwierigen Fragestellungen helfen, die Chancen von Gender-Mainstreaming innerhalb der neuen Finanzierungsinstrumente zu verbessern.
  • Förderung von zivilgesellschaftlichen Organisationen: Die OEZA fördert feministische Netzwerke und Nichtregierungsorganisationen in Österreich sowie Gender Mainstreaming in Nichtregierungsorganisationen der Partnerländer.