Die Geschlechterrollen im Krieg und in bewaffneten Konflikten waren Jahrhunderte lang über viele Kulturen hinweg stereotyp angelegt. Geprägt durch die Zuschreibung von typisch weiblichen und männlichen Merkmalen, treten Männer als Krieger, Soldaten, Guerillakämpfer, aber auch als Minister und Staatsoberhäupter auf. Auf der anderen Seite – unter den Überlebenden und Flüchtlingen – befinden sich hauptsächlich Frauen und Kinder. Männer sind aber nicht alle gleichermaßen an gewaltsamen Konflikten beteiligt und Frauen keinesfalls nur Opfer.

Die strategischen Ziele der Pekinger Aktionsplattform von 1994 zu Frauen und bewaffneten Konflikten sind auf jeden Fall bis heute wichtig und unerfüllt:  So müssen die Militärausgaben reduziert und  Menschenrechte sowie gewalt-freie Konfliktbeilegungs-Strategien gefördert werden. Darüber sind Maßnahmen erforderlich, die sich explizit an Frauen und deren Beitrag zur Bildung einer Friedenskultur richten, z.B. die Beteiligung an der Konfliktbeilegung auf leitender Ebene, der Schutz von Frauen in Konfliktsituationen und die Bereitstellung von Hilfe und Ausbildungs-möglichkeiten für Flüchtlingsfrauen und (intern) vertriebene Frauen, die völkerrechtlichen Schutz benötigen. Die globale Studie im Jahr 2015 – zum 15 Jahre-Jubiläum der VN-Sicherheitsresolution 1325 zu Frauen, Friede und Sicherheit - belegt klar, dass die Teilnahme von Frauen nachweisbar und zentral für Effektivität, Erfolg und die Nachhaltigkeit von Friedensprozessen ist.

Die Austrian Development Agency will durch die Unterstützung von konkreten Projekten und Programmen mit Partnerinstitutionen auf Regierungsebene und in der Zivilgesellschaft zum Verfolg der Empfehlungen der Studie beitragen: