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Landwirtschaftsmesse in Mosambik: Frauen beim Verkaufsgespräch
© by: ADA/Heidi Liedler-Frank

Ländliche Entwicklung

Zentrales Ziel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) ist die Verringerung der Armut. Obwohl die Armut auch in Städten wächst, lebt der Großteil der benachteiligten Bevölkerung in ländlichen Regionen. Die ländliche Bevölkerung ist in der Regel von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen, verfügt über geringes Einkommen und wenig Beschäftigungsmöglichkeiten. Hunger und Unterernährung, fehlende Basisdienstleistungen wie Gesundheit und Bildung sind weitere Beeinträchtigungen. Es fehlt an sauberem Wasser sowie sozialer und wirtschaftlicher Infrastruktur.

Ressourcen schützen, Potenziale nützen

Noch immer stellt die Landwirtschaft in vielen Schwerpunktregionen und Partnerländern Österreichs für die Bevölkerung die wesentlichste Lebensgrundlage und häufig die einzige Nahrungs- und Einkommensquelle dar. Zahlreiche Programme und Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren sich daher auf die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion und kleinbäuerlicher Betriebe. Dabei ermöglicht ökologische Landwirtschaft die optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen bei gleichzeitiger Erhaltung der Umwelt und Biodiversität. Dies wird unter anderem durch die Nutzung lokalen Wissens, die Entwicklung angepasster Technologien und Methoden, angewandete Forschung sowie die Vermittlung von Information und Beratung unterstützt.

Umfassende Beteiligung

Maßnahmen der ländlichen Entwicklung setzen die Einbindung aller lokalen Akteure – VertreterInnen des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft – in politische Prozesse und Entscheidungsfindungen voraus. Kapazitätsentwicklung und Empowerment, vor allem von benachteiligten Bevölkerungsgruppen, sind wesentliche Aktionsbereiche der OEZA.

Gleichberechtigter Zugang zu Land

Die Sicherung des Zugangs zu Grund und Boden sowie das Recht auf die gleichberechtigte Nutzung der natürlichen Ressourcen für aller Bevölkerungsgruppen  sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den zumeist abgelegenen und benachteiligten Regionen der Partnerländer. Flexible und innovative Spar- und Darlehensformen, Maßnahmen zur Vorsorge und Lagerhaltung, aber auch Formen der sozialen Absicherung der lokalen Bevölkerung werden berücksichtigt, um die Auswirkungen externer, wirtschaftlicher und umweltbedingter Faktoren auszugleichen.


Die Maßnahmen Österreichs sind dabei stets mit den nationalen Strategien und lokalen Plänen der Partnerländer abgestimmt und setzen eine genaue Kenntnis der vorhandenen Entwicklungshemmnisse und -potenziale voraus.